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nautische Technik
Bei der "International Organization for Standardization" (ISO) wurden
Prägen der dimensionellen Normung erörtert und beschlossen, diese vorerst
auf wenige Maße, vor allem die Kompaßrosendurchmesser, zu beschränken. Die
unter maßgeblicher Beteiligung des BEI erarbeiteten, für die praktische
internationale Zusammenarbeit besonders wichtigen Prüfvorschriften für
Magnetkompasse zirkulieren z.Z. noch bei allen ISO-Mitgliedstaaten zur
Stellungnahme.
b) Kreiselgeräte - In den vorangegangenen Jahren wurde der experimentel
le Nachweis geliefert, daß das Verfahren der gesteuerten Kreiseldrehzahl
ein nicht nur theoretisch, sondern auch in der Praxis geeignetes Mittel zur
Erhöhung der Weisungsgenauigkeit von Zweikreiselkompassen darstellt. Die
Genauigkeitssteigerung ist besonders für schnelle Fahrzeuge wichtig, da
bei diesen unter Einfluß wechselnder Eahrmanöver entsprechend große NS-
und BW-Beschleunigungskomponenten entstehen und infolgedessen große, be
schleunigungsbedingte Kursweisungsfehler auftreten können. Das Verfahren
wird nunmehr durch eine Firma zur technischen Produktionsreife weiterent
wickelt Vierden.
Für die Prüfung von Präzisions-Schiffskreisel-Kompassen auf Autobahnen
wird ein Kurswert-Druckgerät zum schnellen und verzögerungsfreien Festhal
ten des numerischen Kurswerts geplant. In rascher Zeitfolge sollen viele
Meßwerte bei Geradeausfahrt aufgenommen werden, um mit dem arithmetischen
Mittelwert sehr genau den mittleren Anzeigekurswert zu erhalten.
Für die Untersuchungen über die mechanischen Beanspruchungen nautischer
Instrumente an Bord von Schiffen wurden während der 4. "Meteor"-Reise die
drei horizontbezogenen Beschleunigungs-Komponenten gleichzeitig an zwei
verschiedenen Meßpunkten im Schiff mit handelsüblichen Streifenschreibern
aufge zeichnet. Ein Meßpunkt wurde durch ein Beschleunigungstripel gebildet,
das auf dem mittschiffs aufgestellten Horizonttisch des Seegravimeters an
gebracht war. Ein zweites Beschleunigungstripel befand sich - ebenfalls
mittschiffs - auf dem DHI-Kreiselhorizontgerät und bildete den zweiten
Meßpunkt, der bezüglich seiner Höhenlage variabel war. Bereits ein vor
läufiger Vergleich der beiden simultanen Kurven der Beschleunigung in
Querschiffsrichtung zeigte neben einer großen Ähnlichkeit fast gleiche
Intensität. Das bedeutet, daß die durch die Schlingerdrehbewegung erzeugte
Querschiffsbeschleunigung gegenüber der Translationsbeschleunigung, die das
Schiff als Ganzes in Querschiffsrichtung durch den Seegang erleidet, klein
ist.
Zur quantitativen Erforschung der Struktur des Beschleunigungsfeldes
wird das Registriermaterial im labor analysiert. Dabei werden die Re
gistrierkurven zunächst durch das mit der Hand zu betätigende TJmzeichen-