Meereskunde
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aus großen Vassermengen (bis 1 m^) mit Hilfe von Ionenaustauschern vorgenom-
men.
Nach Abschluß der Genehmigungsverfahren konnte mit dem Neubau des Labors
zur Untersuchung der Radioaktivität des Meeres und der Meereslebewesen be
gonnen werden.
5• Geologie und Morphologie des Meeresbodens
a) Geologische Bodenkartierung - Im Rahmen der systematischen geologi
schen Meeresbodenaufnahme in der Deutschen Bucht und der westlichen Ostsee 1 2 ^
wurden weitere großmaßstabige Seekarten in Arbeit genommen. Hierdurch er
höht sich ihre Zahl auf insgesamt acht (s. Abb. 9)» Die Bearbeitung erstreckt
sich dabei auf Probenentnahmen durch Bodengreifer, die in Seemeilenabstand
gewonnen werden, auf deren Korngrößenanalyse im geologischen Labor und auf
die kartenmäßige Darstellung der Ergebnisse.
Eine Karte der Bodenbedeckung der Kieler Bucht wurde fertiggestellt; sie
soll jedoch noch durch eine Karte der Schlickmächtigkeiten ergänzt werden.
Die Auswertung der Echolotaufzeichnungen, die bei den Bodenprobenent
nahmen gleichzeitig anfallen, gestattet die Herstellung einer außerordent
lich genauen morphologischen Bodenkarte. Ein nordwestlich von Helgoland ge
legenes Teilstück dieser Karte liegt im Entwurf vor.
b) Untersuchungen zur Sandwanderung - Dank finanzieller Unterstützung
seitens der Deutschen Forschungsgemeinschaft konnte damit begonnen werden,
Ergebnisse der geologischen Bodenkartierung für Fragen der Sandwanderung
im deutschen Küstenraum nutzbar zu machen. Korngrößenanalysen von Proben,
die auf Schnitten quer zu auskartierten Sandkörpern liegen, sowie Foramini
ferenuntersuchungen (Gegenüberstellung von zerbrechlichen und robusten For
men) gaben erste Hinweise auf den Grad der Mobilität dieser Sande und auf
die Richtung der Transportsonderung.
c) Beiträge zur Ökologie rezenter Foraminiferen - Die Arbeiten zur Öko
logie rezenter Foraminiferen wurden fortgesetzt. Dazu trugen Nordmeerproben
bei, die von FFS "Anton Dohrn" gewonnen wurden. Auch die Foraminiferen-Unter-
suchungen im Schwerpunktprogramm "Sandwanderung", die als Auftakt zu syste
matischen Untersuchungen über die Variation der Artenzusammensetzung in Raum
und Zeit anzusehen sind, gehören hierzu.
d) Sedimentpetrographische Untersuchungen -
2) '
gonnenen Arbeiten ' lag auf der Ermittlung von
an Kernprofilen aus der Nord- und Ostsee. Diese
Der Schwerpunkt der 1966 be
rnas senphysikalisehen Daten
Daten wurden an vier weite-
1) Vgl. Jahresbericht Nr. 21/1966, S. 84
2) Vgl. Jahresbericht Nr. 21/1966, S. 84