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Full text: Jahresbericht 1967

Jahresbericht Nr.. 22/1967 
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Apparatur durch eine abwechselnde, schnell aufeinander folgende Registrie 
rung- von Meßwert und Blindwert wesentlich verbessern. 
Forschungsinstitute, Firmen und Privatpersonen erhielten eine große 
Zahl von mündlichen und schriftlichen Auskünften über meereschemische Fra 
gen. 
4« Radioaktivität des Meerwassers 
Im Zusammenhang mit der dem DHI übertragenen Überwachung des Meerwassers 
auf radioaktive Beimengungen wurden laufend Messungen der Gammastrahlen-Ak- 
tivität des Oberfiächenwassers mit kontinuierlichen registrierenden Meßanla 
gen ausgeführt. Die Untersuchungen haben in der westlichen Ostsee und in der 
Deutschen Bucht ständig Aktivitätswerte ergeben, die unter dem Normalpegel 
liegen. Im Augenblick ist mit einem meßbaren Ansteigen der Umgebungsaktivi- 
tät nicht zu rechnen, sofern keine Unfälle an Kernenergieanlagen auftreten 
oder die Versuche mit atomaren Sprengkörpern in größerem Umfang wieder auf- 
genommen werden. 
In Fortführung: der 1961 begonnenen Entnahme von Boden- und Wasserproben 
sowie der Durchführung von in situ-Aktivitätsmessungen am Meeresboden in der 
Deutschen Bucht und der westlichen Ostsee wurden 71 Bodenproben sowie 25 Was 
serproben (von 50 bis 100 1 Umfang) zur näheren Untersuchung im Labor entnom 
men . 
Auf der vierwöchigen Forschungsfahrt Nr. 12 des FS “Meteor" im Spätherbst 
wurde die Verteilung der aus den Atomexplosionen stammenden und mit dem Nie 
derschlag in das Meer gelangten radioaktiven Spaltprodukte untersucht. Die 
Arbeiten fanden im Bereich zwischen 52°3Q'N und 6l°20*N in der Nordsee, im 
Skagerrak und in der westlichen Ostsee statt. Wesentlich war dabei die Fra 
ge, ob eine Breitenabhängigkeit der Verteilung der radioaktiven Niederschlags 
elemente feststellbar ist* Ebenso interessiert der Vergleich der Aktivitäts 
werte des Wassers im Übergangsgebiet zwischen Nord- und Ostsee sowie die Ver- 
tikaiverteilung der künstlichen Radioaktivität besonders in Gebieten mit 
größeren Tiefen in der Nordsee. 
Zur Bestimmung des Strontium 90- und des Cäsium 137-~Gehaltes wurden ins 
gesamt 97 Wasserproben von 50 his 200 1 aus verschiedenen Tiefen entnommen. 
Gleichzeitig entnahm die Arbeitsgruppe des DHI für das Zweite Physikalische 
Institut der Universität Heidelberg 97 Proben zu je ml sowie 20 Proben 
zu je 50 1) die auf ihren Gehalt an Tritium oder Kohlenstoff 14 untersucht 
werden sollen. Die entnommenen Proben werden im Labor an Land aufgearbeitet. 
Neben diesen Arbeiten wurden eine neu entwickelte Gammaspektrometerson- 
de bis 400 m Wassertiefe erprobt und Versuche zur Abtrennung von Cäsium 137
	        
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