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Full text: Jahresbericht 1967

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Das DHI im Jahre 1967 
Tiefen von 6 OOO m gemessen werden kann. Bei der Errichtung der friesischen 
Decca-Kette wirkte die Abteilung beratend mit. 
Die Abteilung Geophysik und Astronomie konnte bei der Darstellung des 
Windstaus bei Cuxhaven in einer Fourierreihe die Kenntnis der Zeitdiffe 
renz, mit der der Stau dem Wind folgt, verbessern. Der Vergleich der See 
gangsreflexe auf Radarphotos mit stereophotogrammetrischen Aufnahmen des 
Seegangs scheint die Vermutung zu bestätigen, daß einzelne Reflexe durch 
Interferenz ausgelöscht werden. Um die Information über erdmagnetische 
Variationen zu beschleunigen, wurden erstmalig Mikrofilme der Registrier 
ungen angefertigt und dem Weltdatenzentrum A zur Verfügung gestellt. 
In der Abteilung Meereskunde traten Strömungs- und Radioaktivitätsmes 
sungen in den Vordergrund der Arbeiten auf See. Die Seegangsmessungen wur 
den an 17 Stationen vor den heimischen Küsten fortgesetzt. Der Einbau ei 
ner automatisch arbeitenden Meßstation im Leuchtturm Kiel ist der erste 
Schritt zur Errichtung eines ozeanographischen Meßnetzes in Nord- und Ost 
see. Die Verteilung der Korngrößen der Sedimente in der Deutschen Bucht 
wurde ermittelt, elektrische Leitfähigkeit und Temperatur in Schlicken mit 
neu entwickelten Geräten in situ gemessen. Der Winter 1966/67 war an den 
Küsten der Bundesrepublik eisarm. 
Neben den oben aufgeführten Arbeiten nahmen die Routinearbeiten im 
DHI einen breiten Raum ein: Folgende periodische Druckschriften erschienen: 
Winterbetonnung der deutschen Küstengewässer, Gezeitentafein und -kalender, 
Nachrichten für Seefahrer, Eisberichte und Eisübersichtskarten, Nautisches 
Jahrbuch, Der Seewart, Verzeichnis der Nautischen Karten und Bücher, Jah 
resbericht des DHI, Erdmagnetische Beobachtungen, Deutsche Hydrographische 
Zeitschrift, Informationen der hydrographischen Dokumentation. Von den 
Diensten hat der nautische Seewarndienst 2 7^4 Bekanntmachungen verbreitet, 
der Windstau- und Sturmflutwarndienst gab neben den Vormittag- und Aband- 
vorhersagen 54 Sonderwarnungen heraus. Der Zeitdienst führte in 93 Nächten 
insgesamt 2 130 Sternbeobachtungen aus. Der Eisdienst erteilte 169 tele 
phonische Auskünfte und erarbeitete: 127 Eisberichte, 45 Eisübersichts 
karten und 5 schriftliche Gutachten, Die Dokumentation hydrographischer 
Publikationen erfaßte 5 143 Titel einschlägiger Veröffentlichungen. Die 
Radioaktivität des Meerwassers und des Meeresbodens wurde überwacht. Das 
Observatorium Wingst verbreitete die erdmagnetischen Kennziffern. Die 
Dienststelle in Hamburg und die Außendienststellen prüften an Land 50 105 
und an Bord 2 331 nautische Instrumente und Geräte der Schiffsausrüstung,
	        
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