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Full text: Jahresbericht 1967

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Seeverkehrsbeirat 
weil das IHB auf den Listen der privilegierten internationalen Organisatio 
nen nicht genannt sei. Aus diesem Grund sei die Schaffung einer Konvention 
über den Hechtsstatus des IHB einer der wichtigsten Verhandlungspunkte der 
Konferenz gewesen. Der von einem Unterausschuß erarbeitete Entwurf sei von 
der Vollversammlung gebilligt und bereits in Monaco von 16 Mitgliedsstaaten 
unterzeichnet worden, deren Vertreter von ihren Regierungen dazu bevoll 
mächtigt waren. Der Konventionsentwurf läge bis Ende 1967 bei der Pariser 
Vertretung des Fürstentums Monaco zur Unterzeichnung aus. (Von 41 Mitglieds 
staaten haben 39 termingerecht unterzeichnet.)»- Reg.Dir. Ersuel referierte 
über die Ergebnisse, die auf der Konferenz hinsichtlich der Seekarten, der 
Mitgliedsbeiträge der einzelnen Länder und der internationalen Zusammenar 
beit erreicht wurden. Ziel sei die Aufteilung der Arbeit bei der Herstel 
lung von Seekarten und die Schaffung eines internationalen Seekartenwerks. 
In Monaco sei beschlossen worden, eine Studienkommission von Fachkräften 
aus sechs Ländern, einschließlich der Bundesrepublik Deutschland, zu bil 
den. Sie soll zunächst die mit einem Weltseekarten'werk für Seekarten der 
Maßstäbe kleiner als 1:1 Mill. verbundenen Probleme untersuchen.- OSR 
Memmen erläuterte den. Vorschlag der Bundesrepublik Deutschland, wichtige 
Nachrichten nach dein Vorbild des Flugsicherungsdienstes und des meteoro 
logischen Dienstes schneller als bisher international auszutauschen. - 
'Einige Fragen hatten nicht abschließend behandelt werden können und seien 
dem IHB mit dem Auftrag übergeben worden, die weitere Bearbeitung mit den 
Mitgliedsländern auf schriftlichem Wege vorzunehmeii. 
Reg,Dir. Dr. Freiesieben gab in seinem Vortrag Uber die zukünftige 
Entwicklung der Seenavigation auf transozeanischen Reisen einen kurzen 
historischen Rückblick über die Navigation und wies darauf hin, cäaß po 
litisch-militärische Interessen, wissenschaftliche Erkenntnisse sowie die 
Wünsche und Anregungen des Seemannes selbst die bisherige Entwicklung be 
einflußt hätten. Auch heute gäben vorwiegend militärische Interessen den. 
Anstoß zur Weiterentwicklung der Funknavigation, während die Handelsschiff 
fahrt nur zögernd folge. Ihr genüge noch die astronomische Navigation, die 
weniger störanfällig als die Funknavigation. Sei, Im einzelnen berichtete 
Dr. Freiesieben über das Omega-System, das etwa der Genauigkeit der astro 
nomischen Ortsbestimmung gleichkäme, und über das Navy Navigation Satellite 
System, das zwar gut, aber sehr teuer sei. 
RR HammerSchmidt ergänzte die Darlegungen über- das Omega-System, das 
er skeptisch beurteilte. Anschließend referierte er über die Gründe, die 
zur Errichtung der friesischen Decca-Kette in der südlichen Nordsee ge 
führt hätten, und über die Bedenken, die es bei den deutschen Küstenfi 
schern wegen der Einführung dieser neuen Kette zu beseitigen galt.
	        
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