Aufgaben und Probleme der Nautischen Abteilung
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Verzeichnisses wäre erforderlich geworden, wenn man nicht eine Rationali
sierung des Druckes dadurch erreicht hätte, daß man neuerdings auf die ge
wohnte vielspaltige Beschreibung der Feuer und Signalstellen verzichtet und
die auch in den Seekarten benutzten Symbole verwendet. Statt über zwei neben
einanderliegende Seiten erstrecken sich die Angaben für die einzelnen Leucht
feuer bei den neuen Büchern nur noch über die Breite einer Seite im Format
DIN A5• Bei der neuen Darstellungsform wird erheblich an Setz- und Druck
kosten gespart; der Umfang der einzelnen Bände wird wesentlich geringer.
Bis 1971 soll das gesamte Werk umgeschrieben sein, so daß dann bei Einfüh
rung eines neuen Druck- und Berichtigungsverfahrens die Herausgabe des Ver
zeichnisses in der Loseblatt-Form in Erwägung gezogen werden kann. Da der
Personalbestand für die Fortführung des Leuchtfeuerverzeichnisses wegen des
ständig anwachsenden Quellenmaterials nicht ausreicht, müssen zusätzliche
Nautiker im Werkvertrag beschäftigt werden.
Die Berichtigung des Leuchtfeuerverzeichnisses erfolgt durch Deckblätter,
die allwöchentlich den Nachrichten für Seefahrer beigelegt und von den Be
nutzern oder den Berichtigungsstellen an den betreffenden Stellen eingeklebt
werden. Die einzelnen Bände des Leuchtfeuerverzeichnisses müssen in verhält
nismäßig kurzen Abständen als Neuausgaben erscheinen, damit sie nicht durch
zu viele Deckblätter unübersichtlich werden oder gar aus dem Leim gehen.
Um die Zahl der Deckblätter zu verringern, werden seit 19^3 die zeit
weiligen Veränderungen bei Leuchtfeuern und Signalstellen nicht mehr auf
Deckblättern, sondern in einer besonderen Liste bekanntgemacht, die all
wöchentlich den Nachrichten für Seefahrer beiliegt.
Der Nautische Funkdienst
Der ’’Nautische Funkdienst” erschien erstmalig 1922 als einbändiges Werk
mit einer Auflage von 550 Stück, nachdem zuvor die Angaben über die ersten
Funktelegraphenstationen, die Sonderdienste für die Schiffahrt unterhielten,
noch im ’’Verzeichnis der Leuchtfeuer und Signalstelien” Platz gefunden hat
ten. In den folgenden Jahren wurden die Funkmeldungen zum Nutzen und zur
Sicherheit der Schiffahrt weiter ausgebaut; Funkstation und Funkpeiler wur
den allmählich für eine sichere Schiffsführung unentbehrlich. Dementspre
chend mußte auch der Inhalt des ’’Nautischen Funkdienstes” (N.F.) ständig
erweitert werden. Nachdem das Buch 19^2 eine Auflagenhöhe von 5 000 Stück
erreicht hatte, brachten die letzten Kriegs- und die ersten Nachkriegsjahre
einen schweren Rückschlag. Erst 19^8 erschien wieder eine Neuauflage unter
Aufsicht des Alliierten Kontrollrates; 19^9 wurden alle Angaben für den Wet
terfunk in einem Band II zusammengefaßt. Der beginnende Wiederaufbau machte
eine Erweiterung des N.F. nötig; man entschloß sich 1950 zu einer völlig
neuen Form des Werks, gliederte den Inhalt in Band I (Funkverkehr), Band II