Nautische Technik
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Schiffsführungen in einwandfreiem Zustand übergeben 1 2 '. Auf dem FS "Meteor"
wurden die Funk- und Ortungsfunkanlagen nach jeder Reise überholt.
Die Kelvin Hughes Radar-Fotoplot-Anlage wurde auf dem VFS "Gauß" eingebaut
und trotz erheblicher Schwierigkeiten in Betrieb genommen*
f) Radarreflektoren - Die Vorschriftenentwürfe für die Prüfung von Radarreflektoren
sind praktisch abgeschlossen.
g) Unterricht - Der 4. Kursus des "Informationslehrganges über Funkortung
in der Seeschiffahrt" wurde nur zeitweise fortgesetzt, da die Abordnung
von Teilnehmern nach Hamburg aus Haushaltsgründen nicht möglich war*
h) Seenotfunksendebaken - Versuche in Zusammenarbeit mit der Deutschen
Versuchsanstalt für Luft- und Raumfahrt (DVL) zeigten, daß Flugzeuge, die
mit Schiffspeilfunkanlagen ausgerüstet sind-, die Baken ebenso gut orten
können wie Schiffe mit gleicher Ausrüstung. Mit den vorliegenden Ergebnissen
sind nun die Verfahrensfragen geklart; offen bleibt zunächst die Frage
der Ausrüstung der SAK-Flugzeuge ^^ mit entsprechenden Peilfunkanlagen,
Internationale Empfehlungen für die Seenotfunksendebaken wurden inzwischen
vom "Comité Consultativ International des Radiodiffusions" (C.C.I.R.)
erarbeitet.
i) Grenzwellenpeilung und Funkbeschickungssender - Der Funkbeschickungssender
Bremerhaven hat seinen endgültigen Aufstellungsort erhalten und arbeitet
gut. Die Erprobung der Funkbeschickungssender Elbe (Belum und Hollerwettern)
konnte wegen technischer Schwierigkeiten noch nicht abgeschlossen
werden. Das Grenzwellenfunkfeuer auf Helgoland war weiterhin in Betrieb und
hat sich gut bewahrt.
j) Radarkennung - Mit Mikrowellengeräten und -bauteilen, die aas DHI
dankenswerterweise von der Industrie geliehen erhielt, wurden Versuche zum
Thema "Radarkennung" gemacht. Mit der Versuclisanordnung (im wesentlichen
bestehend aus einem ständig in Betrieb befindlichen Klystronsender (P
25 mW) und einem Kornstrahler) konnte gezeigt.werden, daß bei sogenanntem
"inbana"-Betrieb der nutzbare Entfernungsbereich von etwa I sm bis 10 so
reicht. Es müßte also möglich sein, mit einer Hochfrequenzleistung von etwa
0,5 ¥ bei der jetzigen Empfindlichkeit der Schiffsradargeräte einen Kreis
mit 10 sm Radius zu versorgen. In einem Abstand von 1 sm und weniger zwischen
dem Sender und den reflektierenden Gegenständen (Küsten, Bauwerke. Schiffe)
ergaben sich allerdings erhebliche Störungen des Bordradargerätes. Bei einem
Abstand von, 0,1 sm mußte z.Ü. die Strahlungsleistung des Senders um den
Faktor 1000 herabgesetzt werden, um ein einwandfreies Arbeiten der in die1)
Vgl. s. 113
2) SAR = seareli and rescue (Seenotrettungsflugzeuge)