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Geophysik und Astronomie
wurden die-magnetischen Komponenten und deren jährliche Veränderung angege
ben. Für zwei Seehandbücher wurden Textbeiträge für die Mißweisungsverhält
nisse und Isogonenkarten bereitgestellt. Als Beiträge für 14ö Seekarten wur
den 459 Mißweisungswerte angegeben und 176 Gebiete unsicherer Mißweisung
bearbeitet. Für vier Seekarten wurde die Linienführung der Xsogonen entwor
fen, Zahlreiche Auskünfte wurden erteilt.
Die Sammlung der erdmagnetischen Karten, die Kartei der Meßpunkte und
der Störungsatlas für "Gebiete unsicherer Mißweisung" wurden weitergeführt
und vervollständigt. Weitere Ergebnisse der "Internationalen Erdmagnetischen
Weltvermessung" konnten genutzt werden.
Nach Abschluß der Auswertung der Vermessung an "geomagnetischen Säkular
punkten" in Norddeutschland ^wurde an die Vermessungsämter der Bundesländer
Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen eine Karte des Nor
malfeldes der Deklination abgegeben, die als Unterlage für die Angabe der
Nadelabweichung in den topographischen Karten verwendet wird,
c) Gravimetrie - Die auf der "Atlantische Expedition 1 965 (iQSY) For
schungsschiff "Meteor" " und auf der "Meteor"-Fahrt Nr. 4 gewonnenen Meß
daten wurden ausgewertet. Isanomalenkarten der Freiluftschwere für die Meß
gebiete im äquatorialen Teil des Mittelatlantischen Rückens und im Bereich
des Reykjanes-Rückens sind in Bearbeitung. Im Rahmen der internationalen Zu
sammenarbeit sind Endwert-Tabellen bereits an ausländische Institutionen ab
gegeben worden. Der Sachbearbeiter hat über Teilergebnisse bereits auf der
XIV. GeneralverSammlung der International Union of Geodesy and Geophysics
(IUGG) berichtet.
Der störende Einfluß horizontaler Beschleunigungen auf die Schweremes
sungen wurde unter verschiedenen Bedingungen untersucht und das Ergebnis ver
öffentlicht. Gemeinsam mit Prof. Graf und den Askania-Werken wurden neue
Seegravimeter und Zusatzgeräte, die diesen Störeinfluß eliminieren sollen,
auf der "Meteor"-Fahrt Nr. 11 erprobt. - Mit der Entwicklung von Geräten
zur automatischen digitalen Meßwerterfassung wurde begonnen.
5. Rechenanlage
Die Ausnutzung der elektronischen Rechenanlage IBM 1620 geht aus folgen
den Angaben hervor, die auf die gesamte Arbeitszeit bezogen sind:
Rechenzeit
Übersetzen von Programmen
Prüfen von Programmen
Anlaufzeit
Reparatur und Wartung
Kein Betrieb
86,3%
2,8$
6,7#
2,6$
1 ,3$
0,3$
l) Vgl. Jahresbericht Nr.20/1965, S.80