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Full text: Jahresbericht 1961

Jahresbericht Nr. 16/1961 
- Seite 66 - 
sender hat sich als zweckmäßig erwiesen, sie kann jedoch wegen der starken 
Störungen durch andere Funkdienste noch nicht als vollausreichend angesehen 
werden. Die weitere Erhöhung der Sendeleistung oder aber ein Ausweichen auf 
andere Frequenzen werden weiterhin angestrebt. 
In dem Bestreben, Funkbeschickungen jederzeit ohne Zeitverlust sowie ohne 
besondere Manöver für'die zu beschickenden Schiffe zu ermöglichen wurde durch 
das Seezeichenversuchsfeld im Einvernehmen mit dem Deutschen Hydrographischen 
Institut zunächst versuchsweise an geeignet ausgewählten Plätzen zwischen 
Hamburg und Cuxhaven je ein Funkbeschickungssender an beiden Elbufern aufge 
stellt. Die bisher vorliegenden Ergebnisse haben gezeigt, daß es bei einem 
entsprechenden Ausbau des Verfahrens jedem Schiff möglich sein wird, beim 
Passieren dieser Sender eine Funkbeschickung aufzunehmen oder eine bereits 
vorhandene zu überprüfen. Dieses Verfahren dürfte geeignet sein, den Schiffs 
führungen einen Anreiz zu geben, die Funkbeschickungen häufiger zu kontrol 
lieren. Auch kann es den Huf eines "schnellen Hafens" fördern. 
d) Funksendebojen. Die Erprobung der Funksendebojen wurde mit dem Ziel 
eines vereinfachten Aufbaus und leichterer Handhabung fortgesetzt. Es wurde 
eine neue Funksendeboje gebaut, bei der der Sender im Schwimmkörper - einer 
Styroporkugel von 50 cm Durchmesser - untergebraeht ist. Bei gleicher Sen 
deleistung wie bei den früheren Versuchen beträgt die Peilreichweite nach 
Herabsetzung der Antennenlänge von 135 cm auf 70 cm gegen die Küstenpeil- 
fuhkstellen der Deutschen Bundespost und gegen Schiffspeilfunkstellen etwa 
45 sm. Eine weitere Funkboje mit einem gleichen Schwimmkörper und einer An 
tenne von 135 cm länge, die am oberen Ende einen in eine Styroporkugel von 
50 cm Durchmesser eingebetteten und mit der Antenne leitend verbundenen Ra 
darreflektor trägt, ergab die gleiche Reichweite., Die Ursache des Ausblei 
bens der erwarteten Reichweitenvergrößerung muß noch geklärt werden. Reich 
weitenuntersuchungen gegen Flugzeug-Funkempfangs- und Peilfunkanlagen sind 
angelaufen. 
e) Radarreflektoren. Modellversuche mit Radarreflektoren im Labor bestä 
tigten das bei den Versuchen vor Helgoland gewonnene Ergebnis, wonach Spieren 
reflektoren dem Oktaederreflektor bei gleicher Höhe unterlegen ist. 
Die Ende I960 vor Helgoland gewonnenen Versuche mit Radarreflektoren als 
Kollisionsschutz für Segeljachten wurden fortgeführt. Für die Wahl geeigne 
ter Reflektoren ist die Kenntnis der Eigenreflexe von Jachten wichtig. Wäh 
rend der Hordseewoche 1961 konnte die Radarreichweite gegen 62 Jachten ge 
messen werden; sie ergab unterschiedliche Werte zwischen 3 und 6 sm, worin 
die Größe der Jachten, der Einfallswinkel der Radarstrahlen zur Schiffslängs-
	        
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