Nautische Technik
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lierer niedergelassen hat. in einer Besprechung mit dem „Verein Deutscher Kom-
paßregulierer e. V.“ wurde den in Bremerhaven ansässigen Regulierern, die auch
für Cuxhaven beauftragt sind, empfohlen, sich dort eines Vermittlers zu bedienen,
der Aufträge entgegennehmen und die Regulierer in Bremerhaven benachrichtigen
soll.
Für die See-Berufsgenossenschaft wurden im Wege der Amtshilfe zahlreiche Gut
achten über die Ausrüstung von Schiffen mit Magnetkompassen und ihrer fach
gerechten Aufstellung an Bord erteilt.
Von Herrn Reg.-Dir. a. D. Dr. C. Heller wurde die „Anweisung für elektromagne
tische Kompaßregulierung mit interkardinalspulen“ fertiggestellt. Die Schrift wurde
im Institut als Manuskript gedruckt und allen Außendienststellen und anderen
Interessenten übergeben.
Bei der Behörde für Wirtschaft und Verkehr - Oberhafenamt - Hamburg wurde
beantragt, falls der Deviationsdalben aus dem Kohlenschiffhafen entfernt werden
sollte, einen gleichwertigen Dalben im Mühlenwerderhafen zu errichten.
Wegen der Frequenzänderung im DHI-internen Sprechfunk sind die UKW-Hand-
funksprecher bei den Peilstellen Flensburg, Pellworm, Travemünde und Stader
sand im November und Dezember gegen neue Geräte ausgewechselt worden.
Auf Ersuchen der Schweizerischen Bundesbahnen wurde Herr P, Styger vom 24.
bis 28. März und auf Ersuchen des Wasserschutzpolizeiamtes Baden-Württemberg
Herr K. Holz vom 13. bis 17. November über Kompaßregulierungen informiert.
Bordabnahmeprüfungen von Ortungsfunkanlagen. - Auf 1178 Schiffen, davon 171
(14,5%) ausländischen, wurden die Ortungsfunkanlagen auf ihre navigatorische
Brauchbarkeit geprüft:
502 Radaranlagen (Erstprüfungen neuer Anlagen),
39 Radaranlagen (Nachprüfungen vorhandener Anlagen in besonderen Fällen),
247 Peilfunkanlagen (Erstprüfungen neuer Anlagen),
714 Peilfunkanlagen (gesetzl. Wiederholungsprüfungen).
Hierfür waren 1599 Bordbesuche einschließlich der Abnahmefahrten auf deutschen
Revieren und 19 Auslandsreisen nach Holland, Finnland, Norwegen und Däne
mark erforderlich.
Bei 60 Radar- und 286 Peilfunkanlagen wurden Mängel festgestellt, die die naviga
torische Brauchbarkeit ausschlossen. Auf 96 Schiffen waren die Peilfunkbücher
nicht geführt worden.
Die Anzahl der Prüfungen verteilte sich folgendermaßen auf die Dienststellen:
Hamburg 46,5 % Lübeck 3,5 %
Bremen 18,8% Flensburg 3,2%
Bremerhaven 9,6% Cuxhaven 2,4%
Kiel 7,3% Wilhelmshaven 2,0%
Emden 6,7 %
Für 187 Schiffsneubauten wurden die geplanten Einbauplätze für Radar- und Peif-
funkanlagen an Hand von Zeichnungen geprüft und unseren Empfehlungen ent
sprechend geändert. Außerdem wurden auf 32 Schiffen in Zusammenarbeit mit den
betreffenden Reedereien, Werften und Einbaufirmen Empfehlungen bei Um- oder
Nachrüstungen gegeben. Infolge der Entwicklung im Schiffbau — besonders im
Hinblick auf die Anordnung und Konstruktion des Ladegeschirrs - wird es immer
schwieriger, störungsfreie Plätze für Radar- und Peilfunkanlagen zu finden, um die
navigatorische Brauchbarkeit solcher Anlagen zu gewährleisten.