Nautische Technik
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Deutschland jedoch nur dann anerkannt werden, wenn dort nach gleichen Methoden
geprüft wird.
Drei Mitarbeiter des Referates bestanden im Frühjahr als Abschluß ihrer Ausbildung
im DHI die „Große Prüfung im Kompaßwesen“ und wiesen die Befähigung
für die Einzelprüfung von Positionslaternen nach. Für drei neueingestellte Mitarbeiter
des Referates wurde im November mit der Ausbildung begonnen; sie
wird voraussichtlich Ende 1970 abgeschlossen werden.
Als Ergänzung ihrer Ausbildung erlangten drei Mitarbeiter der Außendienststellen
den Befähigungsnachweis zur Bordabnahme von Ortungsfunkanlagen.
Im Berichtsjahr wurden von den Prüfstellen in Hamburg und den Außendienststellen
61145 Prüfungen an Land und
2335 Prüfungen an Bord vorgenommen.
Die Prüfungen an Land haben damit gegenüber dem Jahr 1963 um 4,7%, die
Prüfungen an Bord um 3% zugenommen. Eine Statistik über die gesamte Prüftätigkeit
befindet sich auf Seite 72.
a) Prüfdienst an Land
Magnetkompasse. — Durch die Tätigkeit des in Hamburg beauftragten Kompaßprüfers
wurde die eigene Prüfstelle soweit entlastet, daß ein erforderlich gewordener
Umbau eines Prüfstandes vorgenommen werden konnte. Dadurch wurde ermöglicht,
Zentrierfehler bei Kompaßrosen exakt zu messen und Rosenfehler und
Steuerstrichfehler sauber zu trennen.
Mit systematischen Vibrationsmessungen an Magnetkompaßständen an Bord und
Untersuchungen zur Verhinderung von Vibrationsschäden an Magnetkompassen
wurde begonnen. Wegen der komplexen Art der Schiffsvibrationen wurde dazu
Verbindung zur Schiffbauversuchsanstalt aufgenommen.
Zu den beauftragten Kompaßprüfern wurde ständig Verbindung gehalten, um alle
anstehenden fachlichen Fragen zu klären.
Winkelmeßgeräte und Barometer. — Von den geprüften Winkelmeßinstrumenten
hatten
48,7 % Fehler bis zu 20 Bogensekunden,
38.3 % Fehler von 21 bis 60 Bogensekunden,
13,0 % Fehler von 61 bis 120 Bogensekunden.
Mit dem Entwurf neuer Zulassungs- und Prüfungsbedingungen für Sextanten
wurde begonnen. Von den geprüften Barometern und Barographen erhielten
5,9 % die Güteklasse I,
63.3 % die Güteklasse II,
30,5 % die Güteklasse III,
0,3 % die Güteklasse IV.
Positionslaternen. - Im Berichtsjahr wurde der Austausch der subjektiven Meßgeräte
gegen objektive an allen Außendienststellen abgeschlossen, so daß nunmehr
eine höhere Meßgenauigkeit gewährleistet ist.
Für die Typungsstelle der Wasser- und Schiffahrtsdirektion Hamburg wurden
Einbauberatungen über die Anbringung von Positionslaternen auf Behördenschiffen
erteilt, desgleichen im Wege der Amtshilfe für die See-Berufsgenossenschaft