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Full text : Jahresbericht 1969

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24.  Jahresbericht  des  Deutschen  Hydrographischen  Instituts  1969

Protonenmagnetometer,  das  die  Intensität  des  auf  die  Sonde  wirkenden  Magnetfeldes ­
  mißt,  und  ein  Spulentheodolit,  der  zwei  nivellierbare  Spulensysteme  zur
Kompensation  der  Horizontal-  und  Vertikalintensität  trägt  (Abb.  20).  Die  mit
diesem  Gerät  erreichbare  Meßgeschwindigkeit  erlaubte  die  Durchführung  von  etwa
90  Messungen  im  Berichtsjahr  gegenüber  etwa  20  Messungen  mit  klassischen
Instrumenten  in  den  früheren  Jahren.
Zusätzlich  ist  die  Horizontalintensität  wie  bisher  mit  dem  Magnettheodoliten
Schulze  Nr.  75  gemessen  worden,  der  auch  für  die  Basisbestimmungen  der
Deklination  weiterhin  benutzt  worden  ist.  Die  Totalintensität  wurde  automatisch
mit  dem  Protonenmagnetometer  täglich  um  02.00  Uhr  GMT  registriert.  Weiterhin
wurden  Kontrollmessungen  mit  zwei  magnetischen  Z-Waagen  und  mit  zwei  Quarz-Horizontalmagnetometern
  durchgeführt
Die  täglichen  Magnetogramme  des  Hauptsystems  sind  bisher  von  einem  Zeichner
mit  den  notwendigen  Angaben  (Datum,  Station,  Zeiten,  Kurvenzeichnungen)
beschriftet  worden,  um  kontrastreiche,  reproduzierbare  Magnetogramme  zu  erhalten. ­
  Verkürzung  der  Arbeitszeit  sowie  die  Zunahme  der  Aufgaben  zwingen  bei
gleichbleibendem  Personalbestand  zur  Automatisierung  von  regelmäßig  wiederkehrenden ­
  Arbeiten.  Es  wurde  daher  für  diesen  Arbeitsvorgang  ein  photographischer ­
  Beschriftungsapparat  entwickelt  und  von  der  Versuchswerkstatt  gebaut.  Das
Magnetogramm  wird  nunmehr  vor  dem  Auflegen  auf  die  Registriertrommel  an  den
vorher  festgelegten  Stellen  photographisch  beschriftet.  Die  Datumsvorlagen  (Jahr,
Monat,  Tag)  sind  auswechselbar,  die  Höhe  der  Kurvenbeschriftung  läßt  sich  der
langfristig  veränderlichen  Registrierhöhe  anpassen.  Die  einfache  Bedienung  des
Geräts  erlaubt  es,  die  tägliche  Beschriftung  mit  einem  Zeitaufwand  von  weniger
als  zwei  Minuten  durchzuführen.  Das  Gerät  wird  seit  Oktober  täglich  benutzt.
Die  Hefte  „Magnetogramme  Wingst,  1964"  und  „Magnetogramme  Wingst,  1965“
sind  erschienen.  Das  Heft  „Magnetogramme  Wingst,  1966“  befindet  sich  im  Druck.
Die  Reinschrift  des  Jahrbuchs  Nr.  16,  1967/68  wurde  abgeschlossen.  Wie  in  den
Vorjahren  wurde  monatlich  ein  Bericht  über  die  magnetische  Aktivität  herausgegeben ­
  und  an  97  Stellen  des  In-  und  Auslandes  verschickt.  Außerdem  wurden  die
Werte  in  den  „lonosphärenberichten“  veröffentlicht.  Die  zuständigen  internationalen ­
  Datenzentren  und  andere  interessierte  Stellen  erhielten  monatlich  die  erdmagnetischen ­
  Teilkennziffern  der  Deklination  und  Horizontalintensität  und  einen
ausführlichen  Bericht  über  die  besonderen  Effekte  und  Pulsationen  sowie  vierteljährlich ­
  die  vorläufigen  Tages-  und  Monatsmittel  der  erdmagnetischen  Elemente.
Mikrofilme  der  Registrierungen  des  Haupt-  und  Pulsationssystems  für  die  Jahre
1967  und  1968  wurden  den  Weltdatenzentrert  zur  Verfügung  gestellt.
Kopien  der  Magnetogramme  erhielten  laufend  das  Institut  für  Geophysik  der  Universität ­
  Göttingen,  das  Adolf-Schmidt-Observatorium  Niemegk  und  auf  Anforderung ­
  auch  zahlreiche  andere  Institute  des  ln-  und  Auslandes.
Der  Momentanwertvergleich  zwischen  12  europäischen  Observatorien  wurde  fortgesetzt. ­
  Die  Zusammenarbeit  innerhalb  der  „Arbeitsgemeinschaft  Ionosphäre  der
deutschen  geophysikalischen  Institute“  und  der  URSI  (Union  Radio  Scientifique
Internationale)  wurde  unverändert  fortgeführt.
Dem  Laboratorium  für  Angewandte  Geophysik  (Geologisk  Institut)  der  Universität
Aarhus  (Dänemark)  wurde  für  magnetische  Registrierungen  auf  den  Färöer  ein
Magnetograph  zeitweise  überlassen.  Das  Institut  für  Geophysik  und  Meteorologie
der  Technischen  Universität  Braunschweig  wurde  bei  der  Einstellung  von  neun
erdmagnetischen  Variographen  auf  äquatoriale  Magnetfelder  für  eine  Expedition
nach  Brasilien  unterstützt.  Dem  Institut  für  die  Physik  des  Erdkörpers  der  Univer ­
            
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