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Full text : Jahresbericht 1969

Geophysik  und  Astronomie

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Eine  ältere  Quarzuhr  wurde  als  Reserveuhr  für  den  Betrieb  des  PZR  Im  Beobachtungsgebäude ­
  Stadtpark  installiert.
b)  Zeitbewahrung
Die  Caesium-Atomuhr  zeigte  um  die  Jahresmitte,  noch  vor  Ablauf  der  Garantiefrist, ­
  Gangunregelmäßigkeiten  bis  zu  einer  Mikrosekunde  durch  Tag 2 .  Nachdem
das  Strahlrohr  bei  der  Herstellerfirma  durch  ein  neues  ersetzt  war,  ging  die  Uhr
wieder  zufriedenstellend.
Zur  Atomuhr  ständig  synchron  gehalten  werden  zwei  Quarzuhren.  Über  einen  im
Berichtsjahr  gebauten  Trennverstärker  können  alle  Geräte  im  Zeitdienst  wahlweise
auf  die  Frequenz  einer  der  drei  Uhren  geschaltet  werden.
Von  Jahresbeginn  an  wurde  die  Atomuhr  nur  noch  auf  drahtlosem  Wege  mit  der
Atomzeitskala  der  Physikalisch-Technischen  Bundesanstalt  (PTB),  Braunschweig,
verglichen.  Messungen  im  Vorjahr  hatten  erwiesen,  daß  die  Zeitvergleiche  durch
beiderseitige  Messung  der  Phase  der  Navigationsimpulse  des  Loran-C-Senders
Sylt  um  den  Faktor  50  genauer  sind  als  die  Vergleiche  über  eine  Kabelverbindung.
Eine  weitere  Verbesserung  brachten  Vergleiche  nach  der  „Fernsehmethode“,  die
nach  Beschaffung  bzw.  Bau  der  erforderlichen  Einrichtungen  und  Vorversuchen
vom  Dezember  an  regelmäßig  über  den  Sender  Uelzen  vorgenommen  wurden.
Dabei  werden  an  beiden  Stellen  dieselben  Bildsynchronisationsimpulse  gegen
die  Sekundenimpulse  der  jeweiligen  Hauptuhr  gemessen.  Die  Standardabweichung
der  Zeitübertragung  liegt  unter  ±  0,1  Mikrosekunden.  —  Die  Meßergebnisse  wurden ­
  laufend  ausgetauscht.  Über  festgeschaltete  Kabel  wurden  wie  bisher  mit  der
Hamburger  Sternwarte  Uhrkontakte  und  mit  dem  Fernmeldetechnischen  Zentralamt ­
  (FTZ),  Darmstadt,  die  Frequenzen  der  Hauptuhren  ausgetauscht.
c)  Zeitkundgebung
Am  1.  Dezember  wurde  die  Sendezeit  des  Langwellensenders  DCF77  für  Normalfrequenzen ­
  und  Zeitmarken  der  PTB  und  für  Zeitsignale  des  DHI  auf  täglich
16  Stunden  ausgedehnt.  Über  Seefunkfrequenzen  im  Grenz-  und  Kurzwellenbereich ­
  wurden  Zeitsignale  im  Umfang  des  Vorjahrs  ausgestrahlt.  Der  Deutschlandfunk ­
  übernahm  das  Kurzzeitzeichen.  Nach  Bau  eines  dritten  Modulationsgerätes ­
  und  Bereitstellung  weiterer  Leitungen  seitens  der  Bundespost  wurde  zwischen ­
  dem  Signalgeber  im  DHI  und  jeder  der  Sendestellen  Elmshorn,  Norddeich
und  Kiel  eine  unabhängige  Verbindung  mit  wählbarem  Laufzeitausgleich  geschaltet.
Seit  dem  1.  März  geben  alle  Zeitsignale  des  DHI  auf  0,1  Millisekunden  genau  die
UTC  (Universal  Time  Coordinated)  des  BIH.
Wie  in  den  Vorjahren  wurde  die  Hauptuhr  der  Bundesbahndirektion  Hamburg-Altona
  gesteuert,  von  der  sämtliche  Bundesbahnuhren  sowie  die  Uhrenanlagen
des  Zweiten  Deutschen  Fernsehens  und  des  Hessischen  Rundfunks  abhängen,
ferner  die  zentrale  Uhrenanlage  der  Hamburger  Hochbahn  AG,  des  Norddeutschen ­
  Rundfunks,  Fernsehstudio  Lokstedt,  und  die  Hauptuhr  einer  Hamburger
Herstellerfirma  für  Schiffs-Chronometer.
d)  Sonstige  Zeitdienstangelegenheiten
Das  U.S.  Naval  Observatory  ließ  wieder  mittels  einer  batteriegespeisten,  transportablen ­
  Caesium-Atomuhr  die  Laufzeiten  zwischen  den  Loran-C-Sendern  und
            
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