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24. Jahresbericht des Deutschen Hydrographischen Instituts 1969
Nordamerikas, I. Teil, Teil G, die Angaben über Gezeiten, Gezeitenbrandung und
Gezeitenströme, Flußwasserstände und Flußströmungen. Berichtigt wurden der
„Atlas der Gezeitenströme für die Nordsee, den Kanal und die Britischen
Gewässer“ und Gezeitenangaben im Handbuch der Westküste Schottlands.
Wie bisher wurde der Windstau- und Sturmflutwarndienst unter wetterkundlicher
Beratung durch das Seewetteramt des Deutschen Wetterdienstes und unter Betei
ligung mehrerer Wissenschaftler der Abteilung Meereskunde versehen. Das
1. Programm des Norddeutschen Rundfunks und des Westdeutschen Rundfunks
verbreiteten regelmäßig die Vorhersage der Hochwasserstände an der deutschen
Nordseeküste, bei Emden, Bremen und Hamburg im Anschluß an die Nachrichten
sendungen um 09.00 Uhr und um 22.00 Uhr. Radio Bremen brachte abweichend
von der bisherigen Regelung von Ende September an die Vorhersagen anschlie
ßend an die Nachrichtensendungen um 09.00 Uhr und 22.00 Uhr auf der „Hansa
welle“ sowie um 10.00 Uhr im UKW-Programm. Im Berichtsjahr wurde über den
Rundfunk 27mal „Sturmflutwarnung“ (Abb. 18) und 9mal „Warnung an die Schiff
fahrt“ gegeben, ln der Zeit vom 13. bis 19. März wurden besonders niedrige
Wasserstände beobachtet (Abb. 19). Ein fester Empfängerkreis, dem 342 Behörden
und Firmen angehören, erhielt durch Telegramme (im Hamburger Raum tele
fonisch) 3658 Warnungen vor Sturmfluten oder niedrigen Wasserständen. Für die
Ostseeküste Schleswig-Holsteins wurde 2mal „Sturmflutwarnung“ über den Nord
deutschen bzw. Westdeutschen Rundfunk ausgegeben. An amtliche und private
Stellen waren täglich Auskünfte verschiedenster Art für Orte der Nord- und Ost
seeküste zu erteilen. Seit Mitte März wurden regelmäßig Wasserstandsvorhersagen
m üb.P,N.
!?.3. 18.3 19.3. 20.3,
Abb. 19. Zeitlicher Verlauf des Wasserstandes beim Pegel Hamburg, St.-Pauli-Landungs-
brücken vom 13, bis 20. März 1969, in diesem Zeitraum traten besonders niedrige Wasser
stände auf