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Full text: Jahresbericht 1969

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24. Jahresbericht des Deutschen Hydrographischen Instituts 1969 
graphie, Hydrogr, Committee des ICËS (International Council for the Exploration 
of the Sea). 
GEOPHYSIK UND ASTRONOMIE 
1. Gezeiten 
a) Laufende Arbeiten und Veröffentlichungen 
Die Gezeitentafeln für das Jahr 1970, Band I: Europäische Gewässer, Band II: 
Atlantischer und Indischer Ozean, Westküste Südamerikas, erschienen im Septem 
ber bzw. August 1969 in gleichem Umfang wie der vorige Jahrgang. Die Kalender 
der „Hoch- und Niedrigwasserzeiten für die Deutsche Bucht und deren Fluß 
gebiete, 1970“, Gesamtausgabe und vier Teilausgaben, kamen im November des 
Berichtsjahres heraus. Etwa 60 Privatverlage erwarben das Recht, Gezeitenvoraus 
berechnungen in Tageszeitungen und Kalendern abzudrucken. 
Erhebliche Arbeit bereitet die Vorbereitung des Jahrgangs 1971 der Gezeiten 
tafeln. Die ausführlichen Vorausberechnungen, Teil I der Bände I und II, werden 
gemäß mehrfacher Empfehlung der Internationalen Hydrographischen Konferenzen 
so angeordnet, daß die Angaben für die Hoch- und Niedrigwasser eines Tages 
entspechend der zeitlichen Folge untereinander stehen; alle Hoch- und Niedrig 
wasserzeiten in Band I werden in MGZ + 01 h 0Q m (MEZ) ausgedrückt; Band II wird 
erweitert um die ausführlichen Vorausberechnungen für 10 Bezugsorte, so daß 
das harmonische Verfahren vom Benutzer nur noch ausnahmsweise angewandt 
zu werden braucht. Die Druckvorlagen für die Gezeitentafeln 1971 waren am 
Jahresende zur Hälfte fertiggestellt. 
Die Wasser- und Schiffahrts-, Wasserwirtschafts- und Hafenverwaltungen des 
deutschen Küstengebietes stellten wie bisher ihre Wasserstands- und Strom 
beobachtungen nach Bedarf zur Verfügung. Von rund 80 Pegeln des Küsten 
gebietes wurden die Hoch- und Niedrigwasserbeobachtungen gesammelt, meist 
in Form von Wasserstandslisten; von vier Pegeln der nordfriesischen Küste wurden 
die Aufzeichnungen gemeinsam mit den Aufsichtsbehörden ausgewertet. 
Zur Ermittlung stündlicher Wasserstähde wurden mit einem halbautomatischen 
Gerät stündliche Wasserstände von Cuxhaven und Büsum für je ein Jahr und von 
Helgoland und Borkum für je drei Jahre abgelesen und gleichzeitig auf Lochkarten 
übertragen. 
Aus den Hoch- und Niedrigwasserbeobachtungen, meist einjährige Reihen aus 
jüngster Zeit, wurden Fourier-Darstellungen der halbmonatlichen Ungleichheiten 
und daraus die nonharmonischen Gezeitengrundwerte und Gezeitenunterschiede 
von 20 Pegeln Ostfrieslands und der Ems abgeleitet, ferner von 62 Pegeln der 
deutschen Nordseeküste die Darstellung der halbmonatlichen Ungleichheiten. 
Insgesamt handelte es sich um etwa 600 Fourier-Analysen, die zum größten Teil 
von der elektronischen Rechenanlage ausgeführt wurden. 
Aus ausführlichen Vorausberechnungen der Hoch- und Niedrigwasser für 11 euro 
päische und außereuropäische Bezugsorte wurden die mittleren Hoch- und Niedrig 
wasserintervalle zur Kontrolle der Gezeitenunterschiede außerdeutscher Bezugs 
und Anschlußorte neu bestimmt.
	        
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