Meereskunde
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an im Wasser befindlichen Schwermetallionen (Ab- bzw. Adsorption), die für die
Fragen der Meeresverschmutzung von aktueller Bedeutung sind, ging wegen des
noch immer andauernden Personalmangels im Berichtsjahr wiederum nur sehr
langsam voran. Die Analyse von einschlägigen Wasser-, Trübungs- und Boden
proben führte aber doch wenigstens zur Erarbeitung einer brauchbaren quantita
tiven Untersuchungsmethodik, die in den kommenden Jahren die Grundlage der
hier anfallenden Arbeiten sein wird.
Abb. 16. Querschnitt eines Riffes vor der Küste
d) Physikalische Eigenschaften der Sedimente
Die im Jahre 1968 begonnenen in-situ-Messungen der Temperatur und der elek
trischen Leitfähigkeit in Schlicken der westlichen Ostsee wurden fortgesetzt und
auf ein Nordseegebiet südöstlich von Helgoland ausgedehnt.
Die Fülle des Beobachtungsmaterials in der westlichen Ostsee gestattet bereits
statistische Aussagen: In größeren zusammenhängenden Schlickgebieten über
steigt die Variabilität des Schlickaufbaus, wie sie sich im Verlauf der elektrischen
Leitfähigkeit zu erkennen gibt, selten den Wert von 10% (Abb. 17). Man muß
dabei allerdings die Randbezirke der Schlickgebiete und eine etwa 50-80 cm
mächtige Oberflächenzone sowie jahreszeitlich temperaturbedingte Schwankungen
unberücksichtigt lassen, weil hier Abweichungen auftreten können, die weit über
die erwähnten 10 % hinausgehen und ca. 50 % erreichen können.
Bei gespreizter Darstellung des Leitfähigkeitsverlaufs ergibt sich in den zunächst