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Volltext: Jahresbericht 1969

Seekartenwerk 
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werden unnötige Doppeldarstellungen vermieden und Einzelheiten weggelassen, 
die für den praktischen Gebrauch der jeweiligen Karte nicht erforderlich sind, 
ohne den Sicherheitsfaktor für die Navigation zu beeinträchtigen. 
Hierunter fallen insbesondere Karten kleineren Maßstabs (Segel- und Übersichts 
karten), deren Gebiete auch in großmaßstäbigen Karten enthalten sind. Unwesent 
liche, im inneren Küstenbereich und in Häfen liegende Angaben, die nicht für die 
Navigation außerhalb der Küstengewässer oder für die Ansteuerung der Küste 
dienlich sind, werden nicht mehr dargestellt. 
Als weitere Rationalisierungshilfe wurde ein optischer Pantograph beschafft, mit 
dessen Hilfe eine bessere und schnellere Beurteilung des Berichtigungsumfanges 
und eine bessere und schnellere Korrekturausführung möglich ist. Dabei werden 
die zu überprüfende Seekarte und die zur Berichtigung vorliegenden Unterlagen 
maßstabsgleich auf eine gemeinsame Bildebene projiziert. Trotz dieser Maßnah 
men ist eine Verarbeitung aller dem Seekartenwerk zugehenden Unterlagen mit 
dem zur Verfügung stehenden Personal nicht möglich, und es muß weiterhin eine 
Auswahl der zu berichtigenden Karten getroffen werden, wobei möglichst die 
heutigen Wünsche der Schiffahrt, soweit sie bekannt sind, berücksichtigt werden. 
Auf der dritten Arbeitssitzung der Kommission für die Herstellung eines inter 
nationalen Satzes von Seekarten am 11. und 12. 11. 1969 in London wurde die 
endgültige Fassung der Richtlinien für die internationale Seekarte 1:3,5 Millionen 
und 1:10 Millionen verabschiedet und ein Vorschlag für die Übernahme der ins 
gesamt 58 Seekarten 1:3,5 Millionen und 16 Seekarten 1:10 Millionen durch die 
verschiedenen hydrographischen Dienste ausgearbeitet. Das DHI soll in Über 
einstimmung mit dem Internationalen Hydrographischen Büro vom Europäischen 
Nordmeer vier Karten 1:3,5 Millionen und eine Karte 1:10 Millionen übernehmen. 
Das US Naval Oceanographic Office hat in einer Studie festgestellt, daß die ins 
gesamt 74 internationalen Seekarten 293 nationale Seekarten der Maßstäbe zwi 
schen 1:3,5 Millionen und 1:10 Millionen ersetzen werden. Das DHI gibt z. Z. 
42 Seekarten der o. a. Maßstäbe heraus, von denen es in Zukunft nur noch 
5 Karten bearbeiten wird. Von den andern Gebieten wird das DHI Zweitoriginale 
von den Bearbeiter-Staaten erhalten, die auch für die Fortführung zuständig sind. 
Der nächste Schritt wird sein, daß die Seekarten mittleren Maßstabes etwa zwi 
schen 1:500000 und 1:3,5 Millionen ähnlich überarbeitet werden. 
Für das Gebiet der Nordsee und der südlichen Ostsee wurde die Neugestaltung 
der Übersichtskarten 1:500000 bis 1:1 Millionen durch die Herausgabe der deut 
schen Seekarten Nr. 102 „Die Nord- und Ostsee zwischen Texel und Arcona“ 
(1:700000) und Nr. 60 „Die südliche Ostsee von Gedser Odde bis Akmen’rogs“ 
(1:500000) abgeschlossen. Die Überarbeitung desselben Gebietes in den Maß 
stäben 1:300000 und 1:400000 ist inzwischen auch bei sechs Karten (D 66, 67, 53, 
50, 62, 61) abgeschlossen und bei drei weiteren Karten (D 82, 63, 64) angelaufen. 
Die Elbekarten 1:30000 wurden vom Potsdamer Bezugssystem (P. D.) auf das 
Europäische Bezugssystem (E. D.) umgestellt und dabei die letzten Vermessungen 
und die bis heute errichteten Hochwasserschutzanlagen in die neuen Ausgaben 
übernommen. Außerdem wurden in diese Karten die Radarlinien grün einge 
druckt. 
Die kartographischen Arbeiten an den Seegrenzkarten der Nordsee, die im Auf 
trag des Bundesministeriums für Verkehr entsprechend dem Übereinkommen der 
Genfer Seerechtskonferenz von 1958 hergestellt werden und die die geraden 
Basislinien, die Koordinaten der Basispunkte und die 3-sm-Hoheitsgrenze ent 
halten, sind abgeschlossen. Die Karten erscheinen Anfang 1970.
	        
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