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Full text: Jahresbericht 1969

Aufgaben und Probleme der Bibliothek 
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Deutsche Hydrographische Zeitschrift (DHZ) 
abgegeben. Sie setzt die „Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorolo 
gie“ fort, deren Redaktion 1889 von dem damaligen Hydrographischen Amt nach 
der Deutschen Seewarte verlegt wurde und deren erste Nummer 1873 unter dem 
Titel „Hydrographische Mitteilungen“ in Berlin erschien. Schon ehe die Annalen 
1892 ausschließlich von der Deutschen Seewarte herausgegeben wurden, lief mit 
deren Gründung die Reihe „Aus dem Archiv der Deutschen Seewarte“ (erste 
Nummer 1878) an, die auf hydrographischem Sektor heute den Titel „Ergänzungs 
heft zur Deutschen Hydrographischen Zeitschrift“ trägt. In den zwei Jahrzehnten 
seit Bestehen der DHZ-Redaktion kamen in unregelmäßiger Folge 19 solche 
Monographien heraus. Als bisher letzte Nummer erschien die „Festschrift aus 
Anlaß des 100. Jahrestages der Gründung der Norddeutschen Seewarte Ham 
burg 1868 — 1968“, die die Darstellung von A. W. Lang „Seekarten der südlichen 
Nord- und Ostsee“ enthält. Die technische Herstellung jedes Ergänzungsheftes 
vergibt die Redaktion nach einer beschränkten Ausschreibung an die einzelnen 
graphischen Betriebe zur kartographischen Bearbeitung, Klischeeanfertigung und 
zum Druck. Der Vertrieb der umfangreichen Ergänzungshefte wird einem Kom 
missionsverlag übertragen. Anders hingegen verläuft die Erstellung der Zeitschrift 
selbst, da mit den Herstellerfirmen langjährige Verträge geschlossen werden. 
Dadurch wird die Auftragserteilung und die Abrechnung vereinfacht, aber der 
Redaktion bleibt sowohl der Schriftwechsel mit den Autoren des In- und Auslan 
des als auch das Satzfertigmachen unterschiedlicher Aufsätze, die Textgestal 
tung samt Layout, der Einsatz von Korrektoren u. a. m. Jeder Jahrgang der Zeit 
schrift hat sechs Hefte. Deren termingerechte Auslieferung hängt ausschließlich 
vom satztechnischen Abschluß der wissenschaftlichen Beiträge ab, da die Redak 
tion Umbruchlücken nicht durch Aufnahme von Informationen und ähnlichem 
Vorbeugen will; deshalb müssen wir leider feststellen, daß die DHZ seit Jahren 
im Verzug ist. Die Hefte bringen „Abhandlungen“, „Mitteilungen“, „Gedenktage" 
und „In Memoriam“. Die letzten beiden Bestandteile wurden früher, noch von den 
Zeiten der „Annalen“ her, sehr gepflegt; ihr Anteil hat in den letzten Jahrgängen 
um die Hälfte abgenommen. Die „Abhandlungen“ unterscheiden sich von den 
„Mitteilungen“ durch die Geschlossenheit ihrer Ausführung. Im Mittel erschienen 
pro Jahrgang insgesamt 28 Beiträge. Die DHZ stellt vor jede Abhandlung eine 
Zusammenfassung in deutscher, französischer und englischer Sprache, was ihr 
internationale Beachtung und in der Auswirkung ein sich steigerndes Angebot von 
Manuskripten aus dem Ausland eingebracht hat. Den Anteil ausländischer Ver 
fasser zeigt folgende Tabelle: 
Jahrgänge 1948/51 1952/55 1956/59 1960/63 1964/67 1968/70 
Anteil ausländischer Autoren 0,5% 6% 31% 27% 27% 33% 
Die Kehrseite dieses erfreulichen Wachstums ist eine Abnahme der Beiträge deut 
scher Autoren. Schließlich werden die Leser der Zeitschrift über „Neuere Ver 
öffentlichungen“ durch die Hydrographische Bibliographie informiert. Sie ist ein 
Teil der
	        
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