licher Richtung zwischen den Fii-Inseln und der Torres-Strasse und dann in
mehr nordwestlicher Richtung in den unterseeisch abgeschlossenen Meeresbeck6n
des ostindischen Archipels zwischen Neu-Guinea und China einerseits und dem
Philippinen und den Sunda-Inseln und Molukken andererseits durchkreuzt worden,
zum zweiten Male in umgekehrter Richtung auf der Route Hongkong — Admiralitäts;.
Inseln im Januar und Februar 1875, zum dritten und vierten Male in fast
meridionaler Richtung im März 1875 auf der Route von den Admiralıtäts-Inseln
(dicht bei dem Aequator) nach Japan und im August 1875 zwischen Honolulu
und Tahiti. Die „Gazelle“ schnitt auf ihrer Route von Amboina durch die
Galevo-Strasse nach Öst-Australien vom Juni bis September 1875 in diesem
tropischen Gebiete des Pacific fünf Mal die Routen des „Challenger“, zunächst
im ostindischen Archipel die Route Torres-Strasse— Hongkong im Juni 1875 in
ca 4° S-Br und 127° O-Lg, sodann zweimal in noch grösserer Nähe des Aequators
selbst in ca 137° und 150° O-Lg (Routen Hongkong— Admiralitäts-Inseln— Yoko-
hama), ferner zum vierten Male (Route Fiji-Inseln— Torres-Strasse) in ca 15° S-Br
und 156° O-Lg und endlich bei den Firi-Inseln.
Der von dem „Challenger“ genommene Schnitt Fiji-Inseln-— Torres-Strasse
(vgl. No. 31, 32, 33, 35, 37 u. 38 d. Tab. I) gehört in seinem westlichen Theile
der, unterseeisch in einer Tiefe von ca 1350 Faden (2470 m) von der freien
Verbindung mit dem Stillen Ocean abgeschlossenen Melanesian-See an und zeigt
von einer Tiefe von 1200—1500 Fad. (2195—2743m) an bis zum Meeresboden
eine gleichförmige Temperatur von 1,7° bis 1,8° C. (Vgl. sub 5.) Zwischen
den Fiji-Inseln und den Neu-Hebriden (in 19°-—18° S-Br und 178°—173° O-Lg)
traf der „Challenger“ im August 1874 die warme Oberflächenschicht mit einer
Temperatur von mehr als 25° bis zu einer Tiefe von nur 10 Fad, (18m); diese
nahm jenseits der Neu-Hebriden in der Melanesian-See bis zu 55 Fad. (100m)
zu in 15° 58‘ S-Br und 160° 48‘ O-Lg und wechselte bis zur Torres-Strasse
zwischen 25 und 45 Fad. (46 und 82m). Dieser Unterschied in dem Niveau
der erwärmten Oberflächenschicht weist auf das Vorhandensein von Oberflächen-
strömen mit verschiedener Temperatur und Richtung hin. Im Allgemeinen ver-
laufen die Isothermen in diesem Schnitt nahezu einander parallel und die
Temperatur ändert sich nur wenig von einer Station zur anderen (vgl. Wild,
Thalassa, Taf. 15 und Tab. 9).
Für den südlichen und mittleren Theil des Schnittes Meangis-Inseln—
Admiralitäts-Inseln—Japan, zwischen Neu-Guinea und den Marianen, ist die
grosse Ausdehnung der warmen Oberflächenschicht mit einer Temperatur von
25°—29° und einer Mächtigkeit von 70—100 Fad. (128 - 183m), also das
Vorhandensein einer weithin ausgedehnten warmen Wassermasse an den Ober-
flächenschichten des westlichen tropischen Pacific, besonders charakteristisch.
Sie trat zuerst” schon, weiter westlich in dem Schnitte zwischen den Meangis-
Inseln und der Humboldt-Bai, in ca 3° N-Br und 134° O-Lg (No. 19) in
die Erscheinung, wo die 25°-Isotherme bis zu ca 80 Fad. (146m) hinabreicht,
während sie etwas weiter nordwestlich zwischen 4°—5° N-Br und 130° —127° O-Lg
(No. 18 und 17) nur bis zu 15 resp. 35 Fad. (27 resp. 64m) sich senkt. Die
Mächtigkeit dieser warmen Schicht war am grössten zwischen 2° N-Br—1° S-Br,
an der Nordgrenze des südlichen Aequatorialstromes und in dem Meridian von
147° (s. No. 25 und 21, „Challenger“ und No. 1 „Gazelle“), nämlich 100—105 Fad.
(183—192m); weiter nach Norden zu nimmt sie wieder ab bis zu ca 75 Fad.
(s. No. 16, 13, 10, 7, 6), ist in 19'%° N-Br und 141° O-Lg (s. No. 3) noch
50 Fad. (91m), aber in 22° N-Br nur 15 Fad. (27m) tief; jenseits von 22° N-Br
verschwindet die 25°-Isotherme vollständig, Unterhalb‘ dieser warmen Ober-
fAächenschicht nimmt aber die Temperatur sehr schnell ab, so am 21. März 1875
(No. 13, Tab. I), in 7° 45‘ N-Br und 144° 20‘ O-Lg, innerhalb 30 Fad. (von
80—110 Fad.) um 9° — von 24° auf 15° —; ferner am 19. März (No. 16,
Tab. 1I.), in 5° 31‘ N-Br und 145° 13' O-Lg, in dem Gebiete des Aequatorial-
gegenstromes, innerhalb 20 Fad. (90—110 Fad.) um ebenfalls 9° — von 26°—17°,
Hier erreichten auch die Isothermen von 5° abwärts die grössten Tiefen auf dem
ganzen Schnitte zwischen Neu-Guinea und Japan. Von 1500 Fad. ab bis zum
Meeresboden ist die Temperatur dieselbe (für den Druck korrigirt 1,3°); daraus
ist zu schliessen, dass auch dieser Theil des Stillen Oceans zu den unterseeisch
abgeschlossenen Meeresbecken gehört (s. sub 5).