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24. Jahresbericht des Deutschen Hydrographischen Instituts 1969
II. AUFGABEN UND PROBLEME DER BIBLIOTHEK
Die Bibliothek erhält jährlich 57 Zentner Bücher, Karten und Zeitschriften, d. h. daß
das DHI pro Arbeitstag 86 Neuzugänge an Literatur hat. Als Druckschriftenverwal
tung gibt sie den größten Anteil an die Fachabteilungen weiter, zumal er dort als
Arbeitsunterlage zum alsbaldigen Verbrauch bestimmt ist. Allerdings werden die
meisten Drucksachen vom DHI nicht im Kauf, sondern im Schriftenaustausch erwor
ben. Ein solcher ist nämlich zwischen den hydrographischen Ämtern der Mitglied
staaten des „International Hydrographie Bureau“, Monte-Carlo, Monaco, nach
dessen „Repertory of Technical Resolutions A18: Exchange of nautical documents"
zwingend vorgeschrieben und hat sich in Anlehnung an die entstandene Gepflogen
heit auch zwischen allen anderen marinen Institutionen herausgebildet. Das Arbeits
gebiet
Zentraler Schriftenaustausch
hat eine Koordinierung der Anforderungen zur Vermeidung von Doppelsendungen
vorzunehmen. Die Korrespondenz mit unseren 960 Tauschpartnern {Abb. 2) erfolgt
in allen Sprachen seefahrender Nationen, unsere Schreiben gehen in der Regel
deutsch mit englischer Übersetzung hinaus. Die Literaturwünsche unseres Hauses
werden, soweit sie nicht durch den Buchhandel erfüllt werden, an die Tauschpart
ner weitergeleitet. Die Unterlagen werden festgehalten, denn der Eingang muß,
damit die Tauschstelle die Übersicht behält, kontrolliert bzw. reklamiert werden.
In der Tauschkartei werden auch die Anforderungen der Tauschpartner vermerkt.
Es wird mit jedem eine individuelle Tauschvereinbarung unter Beachtung des
Wertausgleiches getroffen. Die Versendung selbst erfolgt sodann halbautomatisch
an Hand der nach Abkommen aufgestellten Verteilerlisten, ln diese sind auch die
Ämter aufgenommen, die die Druckschriften des DHI zum Dienstgebrauch erhal
ten, wie z. B, die Seeämter. Der Versand erhöht sich gegenüber dem Empfang
ferner durch die Drucksachen, die vom DHI wegen der deutschen Postordnung ge
sondert verschickt werden müssen, während die entsprechenden Drucksachen des
Auslandes anderen Sendungen beiliegen. So kommt es, daß die Tauschstelle pro
Jahr die Versendung von 56000 Drucksachen einzuleiten hat. Damit die Sendun
gen immer richtig adressiert werden, müssen die Absenderangaben auf den Ein
gängen, z. B. auf den Briefumschlägen oder auf den zu diesem Zweck erbetenen
Empfangskarten, stets mit den in der Tauschkartei vermerkten Adressen ver
glichen werden, und die erforderlichen Berichtigungen sind sofort vorzunehmen
bzw. die postalischen Änderungen bei der Botenmeisterei zu veranlassen - eine
Tätigkeit, die erfahrungsgemäß keineswegs als Bagatellsache abgetan werden
kann. Geschickt werden an die Tauschpartner von den 1000 Karten, 120 Büchern
und 20 Periodika, die das DHI herausgibt, jeweils sofort nach Erscheinen die Neu
ausgaben (berichtigte Auflagen) bzw. regelmäßig die fälligen Zeitschriftenhefte.
Ein Exemplar aller DHI-Schriften wird im
Archiv
gesammelt. Es hat den Charakter eines Verlagsarchives, wo auf alles Gedruckte,
das vom DHI und seinen Vorgängerinstitutionen veröffentlicht wurde, jederzeit zu-