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Volltext : Wasserstandsvorhersage mittels neuronaler Netze (BSH-Berichte, Nr. 15)

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teilungen  gleich  schief  sind  (analog  zu  bimodalen  Verteilungen,  siehe  oben).  Damit  ist  jedoch
noch  die  Voraussetzung  verletzt,  daß  die  Daten  einen  möglichst  zufälligen  Prozeß  im  Sinne
einer  Gauß’sehen  Zufallsvariablen  widerspiegeln  müssen.  Daraus  folgt,  daß  die  Daten  Verteilungen ­
  alle  möglichst  der  Normal  Verteilung  gehorchen  müssen.  Dazu  muß  eine  evtl,
vorhandene  Schiefe  in  den  Daten  so  weit  wie  möglich  reduziert  werden.
Eine  Möglichkeit,  die  Schiefe  zu  erfassen,  bieten  die  Begriffe  und  Methoden  der  explorativen
  Datenanalyse  und  der  robusten  Verfahren.  Die  robuste  Statistik  hat  den  Vorteil,  daß  sie
Ausreißern  gegenüber  unempfindlich  ist  [Hartung  et  al.  86].  Grob  erklärt  beruhen  die  für  die
Beschreibung  von  Verteilungen  wuchtigen  Kenngrößen  nicht  auf  der  Summation  von  Meßwerten ­
  (Erwartungswert  und  Varianz),  sondern  auf  ihrem  Rang.  D.h.  die  Meßwerte  werden
vorab  nach  ihrer  Größe  sortiert.  Jedem  Wert  in  dieser  Rangfolge  kann  eine  Zahl  a  e  R  mit
a  e  (0,1]  zugeordnet  werden,  die  sich  aus  ihrer  relativen  Stellung  in  der  geordneten  Reihe
(ihrem  Rang)  und  der  Gesamtzahl  aller  Werte  ergibt.  Der  Wert  selbst  wird  dann  mit  a-Quantil
  bezeichnet.  Das  Quantil  mit  a  =  0.5  entspricht  dem  Erwartungswert  und  wird  als
"Median"  bezeichnet.  Bei  symmetrischen  Verteilungen  (z.B.  bei  der  Normalverteilung)  sind
Erwartungswert  und  Median  gleich.  Bei  Verteilungen,  deren  Maximum  der  Wahrscheinlichkeitsdichte ­
  nach  "links"  verschoben  ist  ("rechtsschiefe"  Verteilung),  ist  der  Median  größer
als  der  Erwartungswert.  Bei  linksschiefen  Verteilungen  ist  der  Median  kleiner  als  der  Erwartungswert ­
  [Schlittgen  91].
Die  Schiefe  kann  mit  Hilfe  von  nichtlinearen  Transformationen  der  Daten  reduziert
werden.  Nichtlineare  Transformationen  sind  im  wesentlichen  Potenztransformationen.  Die
Werte  x,  (i=l,...n)  einer  Zeitreihe  der  Länge  n  werden  einzeln  mit  einem  bestimmten  Exponenten ­
  p  e  R  potenziert.  Eine  Potenztransformation  mit  p=0  würde  die  gesamte  Zeitreihe
vernichten.  Darum  wird  bei  p=0  stattdessen  der  natürliche  Logarithmus  verwendet:

(4.1)

Für  p  <  1  bewirken  die  Potenztransformationen,  daß  große  Werte  stärker  zusammengedrückt
werden.  Die  logarithmische  Transformation  spielt  insofern  eine  Sonderrolle,  als  Werte  nahe
bei  Null  zusätzlich  entzerrt  werden.  Negative  Exponenten  haben  qualitativ  dieselbe  Wirkung
wie  der  Logarithmus.  Rechtsschiefe  Verteilungen  werden  also  tendenziell  durch  Anwenden
einer  Potenztransformation  mit  p  <  1  symmetrischer.  Für  p  >  1  ergibt  sich  der  umgekehrte
Effekt.  Werte,  die  im  oberen  Bereich  liegen,  werden  stärker  auseinandergezerrt  als  Werte,  die
näher  bei  Null  liegen.  Solche  Transformationen  sind  geeigneter,  um  linksschiefe  Verteilungen
in  symmetrische  zu  transformieren  [Schlittgen  91].
Die  Transformationen  unterscheiden  sich  in  der  Stärke  des  besprochenen  Effektes.  Je  nach
Ausprägung  der  Schiefe  muß  dann  ein  größeres  bzw.  kleineres  p  gewählt  werden,  um  die
gewünschte  Symmetrie  zu  erreichen.  Die  bisherigen  Ausführungen  zeigen  zwar  in  die
Richtung,  in  der  eine  geeignete,  symmetrie-herstellende  Transformation  gesucht  werden  muß,
geben  damit  aber  noch  keine  Transformation  direkt  an.  Um  den  Wert  p  der  geeigneten
Potenztransformation  zu  finden,  wird  eine  "Leiter  der  Transformation"  ("ladder  of  power")
konstruiert  [Schlittgen  91].  Es  wird  ein  Exponent  als  optimal  definiert,  wenn  er  die  Schiefe
am  besten  reduziert.  Man  kann  solch  einen  optimalen  Exponenten  auf  zwei  Wegen  finden.
Der  erste  Weg  wird  führt  über  eine  Simulation  von  Daten.  Es  werden  Daten  mit  Hilfe
eines  Zufallsgenerators  erzeugt,  die  symmetrisch  verteilt  sind.  Die  Daten  werden  durch  die
Umkehrung  der  oben  beschriebenen  Transformationen  (x, 1/p  für  p^O  und  e xl  für  p=0,  i=l,...n)
            
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