Kuhlbrodt, E.: Doppelte tägliche Periode der Geschwindigkeit des Passates auf hoher See usw. 279
Abbildung ist der Maßstab für <}, mm gleich groß genommen worden wie
der für „3, m/s, Da die Windwerte Mittel für Stunden-Intervalle sind, sind sie
gegen die Druckwerte um */, Stunde versetzt (nach voraus); da zudem die Wind-
registrierung nach Zonenzeit ausgewertet ist (aus bestimmten Gründen), die Druck-
registrierung aber nach Ortszeit, so ergibt sich zwischen beiden Kurven eine
Zeitdifferenz im Höchstwert von -+ */, Stunde, zumeist aber geringer.
Der Zusammenhang zwischen der doppelten Druck- und Windstärke-
Schwankung ergibt sich wie folgt:
Wendeatunden
1, Min. | 1. Max, | 2, Min. | 2, Mas.
Schwankungsgröße
1% | dar,
an ar 0
Profil XI [| erechmintikkc ;
x f Luftdruck , .
Profil XIII} Windgeschwindigkeit
Profil XH f Luftdruck. . . . .
+ XIH | Windgeschwindigkeit ,
Zeitdifferenz Drack— Wind, Prof, XII
“ „»— u XIU
Zeitdifferenz Druck—Wind, Prof, XI
+ XI
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Die Beziehung ist bei beiden 8-Tage-Abschnitten gleichsinnig. Bei Zusammen-
fassung der 16 Tage ist das Resultat: bei der Nachmittagswelle treten die Grenz-
werte der Windstärke 2!/, Stunden früher ein als die Grenzwerte des Drucks;
bei der Vormittagswelle ist dieser charakteristische Phasenunterschied verändert,
und zwar liegen die Windextreme verspätet beim 1.Maximum nur um !/, Stunde, beim
1. Minimum aber um 3 Stunden (4’/, statt 1!/„h). Es müßte noch geprüft werden, ob
letzteres zu deuten wäre als Folge der noch vorhandenen einfachen Tagesperiode,
Die täglich zweimal die Erde von Ost nach West umlaufende Druckwelle
bewirkt in unserem Falle, daß die Windgeschwindigkeit im Tagesgang ihr
Maximum etwa % Stunden nach der halben Zeit des Druckanstiegs
erreicht, ihr Minimum *%, Stunden nach der halben Zeit des Druck-
falls (abgesehen von dem verspäteten Morgenminimum).
Ebenso wie die Schwankungsweite beim Druck nachmittags größer
ist als vormittags, so auch bei der Windstärke: beim Druck um 32 mm, beim Wind
um 45 em/sec (im 16-Tage-Mittel), Der mittleren Schwankungsgröße des Drucks
von 152 mm entspricht eine solche der Windstärke von 97 em/sec, d. h. 3 mm
Druck-Änderung etwa 2 em/see Windstärke-Änderung.
Margules hat die aus der täglichen doppelten Druckperiode sich theoretisch
ergebende tägliche doppelte Windstärke-Periode unter vereinfachenden Annahmen
berechnet!), Nach der Theorie sollen die Phasenzeiten der Schwankungen der
Ostkomponente des Windes mit denen des Druckes völlig übereinstimmen, die
Nordkomponente des Windes ihr Maximum erreichen zur Zeit des Druckanstiegs,
ihr Minimum zur Zeit des Druckfalls, Als ungefähres Anordnungsschema ergäbe
sich hiernach:
Zeit
h
' ü
wo 3 216 29
N 4
E-Komponente , . . . = Min, | | Max, | | Min,
N-Komponente._. , . .' Min, Max. | Min. |
NE-Passat .. ... . | ° Min. | Max. | : Mio. } © Max.
Theor, Zeit (Mittel) , . ,}_ 2% 8 © 141% 3 © 20%
Beobachtete Zeit... 1° a ‘8 © 8% © a9
Min.
Max.
Marx.
Ja
4 Siehe F. M. Exner, Dynamische Meteorologie, 2, Aufl., 5. 400,