Meereskunde
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gingen etwa 11 500 Seewasserproben ein, deren Salzgehalt bestimmt wurde.
Die regelmäßigen Temperatur- und Salzgehaltsbeobachtungen der deutschen
Feuerschiffe wurden analysiert.
Die meeresoptischen Arbeiten an der Forschungsplattform "Nordsee" aus
den früheren Jahren wurden veröffentlicht, wobei neue Vorstellungen über
die Ausbreitung des Elbewassers in der Deutschen Bucht bei Ost- und Süd-
Wetterlagen entwickelt wurden. In gleicher Weise ergaben die optischen
Untersuchungen im Ems-Ästuar genauere Kenntnis über den Weg und die Ver
mischung des Knockschen Sielwassers bei Borkum. Eine theoretische Arbeit
wurde über physikalische Prozesse bei der Sedimentation angefertigt.
Für die Beschreibung der Naturverhältnisse in den Seehandbüchern wurden
Abschnitte teilweise überarbeitet, teilweise auch neu dargestellt und
neu beschrieben.
Wie in den vorangegangenen Jahren wurden zahlreiche fernmündliche und
schriftliche Auskünfte an Schiffahrts- und Industriebetriebe, an Behör
den und Privatpersonen gegeben.
Die von der DFG mit einer Sachbeihilfe geförderten Arbeiten im Antark
tisschwerpunkt (FIBEX) wurden abgeschlossen.
Für die Herausgabe der Sammlung "Ozeanographie 1982" wurde redaktionelle
Arbeit geleistet.
Deutsche Wissenschaftliche Kommission für Meeresforschung (DWK):
Die DWK finanzierte weiterhin über die Bundesforschungsanstalt für Fi
scherei zweiMitarbeiterbeim DHI.
Die quasisynoptische Oberflächentemperaturkarte der Nordsee erschien im
15. Jahr. Erstmalig ab Januar wurden jeweils zur Monatsmitte die Abwei
chungen der aktuellen Temperaturverteilung von den langjährigen Monats
mitteln (1905 bis 1954) dargestellt. Damit wurde die Information für den
Kreis der Bezieher der Karte verbessert.
Zwei Beilagen zu den Oberflächentemperaturkarten informierten über die
thermischen Verhältnisse im Bodenwasser der Nordsee.
Auf vier Reisen mit dem FFS "Anton Dohrn" (Reisen Nr. 124, 125, 127,
128) wurde umfangreiches hydrographisches Beobachtungsmaterial gesam
melt.
Die Arbeit der DWK-Bediensteten im DHI ist ein wichtiges Bindeglied zur
Bundesforschungsanstalt für Fischerei und zu den Interessen der Seefi
scherei.
2.2.2.2 Eisdienst
Der Winter 1982/83 war im ganzen Ostseeraum eisarm. In dem zurückliegen
den 87jährigen Beobachtungszeitraum gab es an der westlichen Ostseeküste
immerhin 18 Winter mit noch weniger Eis, an der Nordseeküste waren es