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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 47 (1919)

Wedemeyer, A:: Zeichnung des Gradnetzes einer Arbeitskarte für Küstenvermessungen, 131 
a) Unterrand auf 57° 830’N. Man entnimmt der Tabelle B mit 57° 30 
am Kopfe und 10’, 20’, 30’, 40’ an der Seite folgende Werte für x und y: 
a Maßstab 1:50000 
y 
X 
Yy 
LV 
0. | 
30 ° 1: 
40 
mm 
99.91 
199.82 
299.73 
399.64 
mm 
0.12 
0.49 
1.10 
L96 
mm 
199.82 
399.64 $ 
599.46 ; 
799.28 
mm 
0.24 
0.98 
2.20 
3.92 
b) Mittellinie auf 58° 0’N. Man entnimmt der Tabelle B: 
Maßstab 1:50000 
y 
. Maßstab 1: 100 000 
X. 
Y 
mm 
10’ 98.54 
20 197.08 
30 1] ° 295,68 
4 394.16 * 
mm 
0.12 
0.49 
1,09 
195 
mm 
197,08 
394.16 
591.26 
788.32 
mm 
0.24 
0.98 
2.18 
3.90 
ce) Oberrand auf 58° 830’N. Man entnimmt der Tabelle B: 
Maßstab 1:100000 ;) 
y 
mm mm 
10’ 97.17 0.12 
20’ 194,33 | 0.48 
30 291.49 | . 1.08 
1 388,66 1,93 
Maßstab 1 : 50.000 
X 
mm 
194.34 
388.66 
582,98 
777.32 
mm, 
0.24 
0.96 
2.16 
386 
Die Gesamtausdehnung beträgt‘ mithin 
auf 57° 30’ N 2.799,28 = 1598.56 mm 
58° 0’ 2.788,32 = 1576.64 
„58° 30° - 2.777.32 = 1554.64 
Die Größen y dienen zur Zeichnung der Breitenparallele, Aus den Tabellen 
ergibt sich, daß die Teilung der Ränder etwa proportional den A erfolgt, Z. B. 
für 10’ = 97.17 mm, für 40'=: 4.97.17 —= 388.68 mm. Die y ändern sich mit zu- 
nehmender Breite wenig, wachsen aber etwa in quadratischem Verhältnis zu 4, 
z.B. für 10’ y==0.12, für 40 y=(0)-0.12=1.92mm. 
Zeichnung des Gradnetzes. Man steckt die Grundlinie A—B ab und 
halbiert sie. Im Halbierungspunkte B, errichtet man auf der Grundlinie die 
Mittelsenkrechte, die den Mittelmeridian der Karte darstellt. Auf ihr trägt man 
die Abstände Ba — B,, Bı —B, usw. ab. Durch C und B, zieht man je eine 
Parallele zur Grundlinie. Von Ba, © und B, aus trägt man nach links und 
rechts die errechneten x auf und errichtet in den Endpunkten («) Lote, auf 
denen man die. zugehörigen y absteckt, wodurch man die Punkte @’ gewinnt. 
Durch die Punkte a‘ zieht man die Meridiane!). Dann verbindet man die zu 
Bu (C oder B) gehörigen Punkte a@’ durch Gerade und erhält so die Breitenparallele 
als gebrochene Linien, -In ähnlicher Weise zeichnet man die Breitenparallele der 
Zwischenpunkte B;;, B,, B;, By. ; . 
Eintragung der Landmarken, Die Karte kann als „Streckentreu“ an- 
gesehen werden, d. h. der Maßstab ist in allen Punkten der Karte der gleiche. 
Man greift die geographische Breite der Landmarke am Mittelmeridian vom 
nächsten Breitenparallel aus ab und steckt sie auf den beiden Kartenmeridianen 
1) Die Meridiane sind. streng genommen keine Gerade; sie weichen aber im. Bereiche der Karte 
von ‚Geraden unmerklich ab. (Fortsetzung des Textes auf 3. 134.)
	        
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