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Daten des statischen Luftdrucks bei ausgewählten Wetterstationen in Nordwest-Europa
trainiert wurde. Einmal wurden 100 Lern Vektoren verwendet und zum anderen 400 Lernvek
toren. 100 Lernvektoren entsprechen 32x32 Neuronen und maximal 100 Lernepochen. 400
Lernvektoren entsprechen 64x64 Neuronen und maximal 200 Lernepochen.
Modell
Validations-
Vorhersage-
fehler
fehler
nur Wind 1985-1992:
MR
16
21
Wind und stat. Luftdr. Europa:
MR
16
21
(400 LV)
Wind und stat. Luftdr. Europa:
MR
18
(100 LV)
Wind und L.druckänd. Europa:
MR
24
(100 LV)
Wind, st.Ldr. u. Ldr.änd. Europa:
MR
21
(100 LV)
nur Wind:
Gesamtansatz
18
22
Tab.5.14: Vorhersage des Staus bei Cuxhaven. Hochwasser direkt. Mittlerer absoluter Fehler (mae) in cm. Trai
ningsvektoren nur mit dem Minimaldi stanz-Verfahren selektiert. Vergleich mit dem Gesamtansatz. LV:
Lernvektoren. Zusatzprognosen: Luftdruck mittels KL-Modelle, Wind vom Seewetteramt.
Wie bei den MW-Modellen so wurde auch bei den MR-Modellen überprüft, ob die Be
obachtung des Wasserstandsvorhersagedienstes, daß die meisten meteorologischen Größen
ihren größten Einfluß auf denjenigen Stau haben, der ihnen ungefähr drei Stunden später folgt
(Kap.2.1.4, Kap.5.3), sich in den Kohonen-Netzen wiederfinden läßt. Auch bei den MR-
Modellen wurde der Zeitversatz zwischen ein und fünf Stunden variiert und die entsprechen
den Validationsfehler der MR-Modelle berechnet. Auch bei diesen Modellen war der Valida
tionsfehler bei drei Stunden kleiner als die Validationsfehler bei den anderen Stunden. Der
Unterschied war aber bei diesen Modellen mit ungefähr % cm nicht ganz so deutlich wie bei
den MW-Modellen. Somit konnte die Beobachtung des Wasserstandsvorhersagedienstes bei
den MR-Modellen nur mit Einschränkung wiedergefunden werden.
Weiterhin wurde wie bei den MW-Modellen so auch bei den MR-Modellen überprüft, ob
sich die vom Wasserstandsvorhersagedienst beobachtete Reihenfolge der Bedeutung der
meteorologischen Größen wiederfinden läßt (Kap.2.1.3, Kap.5.3). Bei den MW-Netzen konnte
diese Beobachtung nur bestätigt werden, indem die sechs meteorologischen Größen in drei
Gruppen zu je zwei Größen zusammengefaßt wurden. Denn die Reihenfolge, daß der
statische Luftdruck gegenüber der Luftdruckänderung die wichtigere Größe ist, konnte anhand
der Validationsfehler der MW-Modelle nicht verifiziert werden. Bei den MR-Modellen
dagegen ist dieser Trick der Zusammenfassung in drei Gruppen nicht mehr nötig. Zum
Vergleich des Einflusses der Luftdruckdaten auf die Stau vorher sage wurden MR-Modelle
nicht nur mit Wind- und Staudaten, sondern zusätzlich auch mit Luftdruckdaten an nordwest
europäischen Wetterstationen trainiert (Kap.4.1.3). Es wurden drei MR-Modelle trainiert, bei
denen jeweils folgende Zeitreihen zusätzlich zu denen des Winds und des Staus verwendet
wurden: 1. Zeitreihen des statischen Luftdrucks, 2. der Luftdruckänderung und 3. Zeitreihen
beider Größen. In Anlehnung an den Gesamtansatz (Kap.2.1.4) wurde für den statischen
Luftdruck ein Zeitversatz von drei Stunden und für die Luftdruckänderung kein Zeitversatz
gewählt. Für diesen Vergleich wurden nur 100 Lernvektoren gewählt. Die Validationsfehler