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Full text: Wasserstandsvorhersage mittels neuronaler Netze (BSH-Berichte, Nr. 15)

schließend adaptiert werden. Mit Hilfe der Gewichte der "bestmatch" Neuronen für jeden 
Trainingsvektor wird der entsprechende Trainingsfehler berechnet. Danach werden alle 
Vektoren des Validationsdatensatzes zur Bestimmung der "bestmatch" Neuronen herangezo 
gen, auch ohne daß anschließend die Gewichte adaptiert werden. Mit Hilfe der Gewichte 
dieser "bestmatch" Neuronen für jeden Validationsvektor wird der entsprechende Validations 
fehler berechnet. Auf diese Weise werden Trainings- und Validationsfehler jeweils nach 
Beendigung einer Lernepoche berechnet. 
Am Ende einer Lernphase können nicht nur die Trainings- und Validationsfehler, sondern 
auch die Vorhersagefehler berechnet werden. Die Vorhersagefehler werden auf Basis des 
Endzustands der ausgelernten Kohonen-Netze errechnet. Wie der Endzustand der Kohonen- 
Netze bestimmt wird, wird in Kap.5.1.3 erklärt. Wie bei der Berechnung der Trainings- und 
Validationsfehler werden auch bei der Berechnung der Vorhersagefehler alle Vektoren des 
Vorhersagedatensatzes zur Bestimmung der "bestmatch" Neuronen herangezogen, ohne daß 
anschließend die Gewichte der ausgelernten Kohonen-Netze adaptiert werden. Mit Hilfe der 
Gewichte der "bestmatch" Neuronen für jeden Vorhersagevektor wird der entsprechende 
Vorhersagefehler berechnet. 
Bei der Wahl der Abhängigkeiten der Netzgröße und der maximalen Anzahl Lernepochen 
von der Größe des Trainingsdatensatzes, d.h. von der Anzahl Lernvektoren, wurde darauf 
geachtet, daß bestimmte Anforderungen an die Kohonen-Netze erfüllt sind. Diese Wahl sollte 
z.B. so erfolgen, daß Kohonen-Netze im Verhältnis zu der Größe des Trainingsdatensatzes 
(der Anzahl Lernvektoren) eine Mindestgröße besitzen sollten. Es sollte ein gewisses "Fas 
sungsvermögen" der Netze garantiert sein. Wenn die Netze beginnen, auswendig zu lernen 
(Kap.3.5.3), sollten alle Lernvektoren vom Netz auswendig gelernt werden können. Weiterhin 
wurde darauf geachtet, daß während einer Lernphase, d.h. in Abhängigkeit von der Anzahl 
Lernepochen, möglichst immer ein Minimum des Validationsfehlers auftritt (Kap.3.5.3). 
Dieses Minimum sollte so ausgeprägt und tief wie möglich sein. Die Lernphase sollte lang 
genug sein, um solch ein Minimum zeitlich zu erfassen. D.h. der Validationsfehler, der im 
allgemeinen zu Beginn einer Lernphase abnimmt, sollte am Ende der Phase nicht noch 
weiterhin abnehmen. Sondern dieser Fehler sollte im Verlauf der Lernphase (definiert durch 
n Lmax) nicht zu spät - d.h. nicht erst kurz vorm Ende der Phase - entweder wieder leicht an- 
steigen, wodurch ein Minimum zustande kommt, oder zumindest im Rahmen der Genauigkeit 
ungefähr konstant bleiben. Damit das Minimum möglichst ausgeprägt ist, sollte der Valida 
tionsfehler möglichst rasch abnehmen. 
Doch aus bestimmten Gründen, die weiter unten näher erläutert werden, sollte auch der 
Trainingsfehler möglichst schnell abnehmen (Kap.3.5.3). Im Gegensatz zum Validationsfehler 
neigt der Trainingsfehler dazu, ganz zu verschwinden, d.h. die Null zu erreichen. Folglich 
wurde darauf geachtet, daß dieser Fehler möglichst schnell die Null erreicht. Ein Trainings 
fehler, der praktisch gleich Null ist, ist ein Indiz dafür, daß das Kohonen-Netz schon 
auswendig gelernt hat. Das Auswendiglernen soll zwar vermieden werden, aber es kann 
gerade mit Hilfe eines schnell abnehmenden Trainingsfehlers vermieden werden, wie später 
gezeigt wird. Weiterhin sollten die Kohonen-Netze lang genug lernen, daß die Endergebnisse 
der Netze nicht zu sehr von der Initialisierung abhängen. D.h. verschiedene Sätze von 
Zufallszahlen, die für die Initialisierung verwandt wurden, sollten den Vorhersagefehler der 
Netze nicht nennenswert ändern. Damit verbunden war die Vorstellung, daß die Netze am 
Ende der Lernphase "gründlich genug" gelernt haben sollten. Und zu guter Letzt sollten die 
Abhängigkeiten so gewählt werden, daß der Verbrauch von Speicher und Rechenzeit noch in 
akzeptablem Rahmen bleibt. Dabei ist zu beachten, daß die Zeit für die Suche nach den 
"bestmatch" Neuronen, die Teil des Kohonen-Algorithmus’ ist, zur Anzahl der Neuronen
	        
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