nationale JGOFS Datensatz zur Verfügung. Im
Berichtsjahr wurden mehrere Datenanfragen im
JGOFS-Zusammenhang beantwortet. Der ver
fügbare deutsche Datensatz wird fortlaufend ver
vollständigt.
Klimarelevante Datensätze haben in den
letzten Jahren enorme Bedeutung gewonnen.
Dies wurde in den supranationalen meteorologi
schen und ozeanographischen Gremien der UNO
wiederholt formuliert, so u. a. in der „Intergovern
mental Oceanographic Commission“ (IOC). Für
das DOD bedeutete dies eine stark erhöhte
Nachfrage seitens der Wissenschaft in Form von
Daten- und Produktlieferungen. So bildete die
Aufbereitung der Daten von insgesamt 89 For
schungsfahrten einen Schwerpunkt der 1992
durchgeführten Arbeiten. Die Temperatur-, Salz
gehalts- und Nährstoffdaten aus den Jahren
1973-1991 sind in die Meeresumwelt-Datenbank
übernommen und pflichtgemäß an den „Interna
tional Council for the Exploration of the Sea“
(ICES) und an die Weltdatenzentren in Washing
ton und Moskau weitergegeben worden.
Die Meeresumwelt-Datenbank (MUDAB)
Aufgrund nationaler und internationaler
Übereinkommen erhielt das DOD 1992 Überwa
chungsdaten von 16 Fachbehörden des Bundes
und der Länder; damit wuchs der Datenbestand
auf ca. 200 000 Stationen mit etwa 120 verschie
denen Parametern aus den Bereichen Brack- und
Meerwasser, Sedimente und Organismen. Gra
phische und tabellarische Darstellungen obiger
Datensätze wurden weitergeleitet an:
Querschnittsaufgaben
■ Gemeinsames Bund/Länder Meßpro
gramm für die Nordsee (BLMP)
■ Joint Monitoring Programme der Überein
kommen von Oslo und Paris (JMP)
■ North Sea Task Force (NSTF)
■ Baltic Monitoring Programme (BMP).
Eine starke Zunahme an Datenanfragen war
durch die Aktivitäten der NSTF zur Erstellung des
neuen Quality Status Report (QSR 93) bedingt;
so wurden den Niederlanden, Dänemark und
Großbritannien sowie dem Internationalen Wat
tenmeersekretariat Datensätze zur Verfügung ge
stellt. Daten des Projektes „Fischkrankheiten im
Wattenmeer“ wurden abschließend bearbeitet
und in eine ICES-Arbeitsgruppe eingebracht; de
ren Ergebnisse flössen in den QSR ein.
Die Ausweitung von Werkzeugen zur Aus
wahl von Daten beliebiger Parameter aus einem
Zeitraum und/oder einem geographischen Gebiet
wurde entwickelt. Bislang war es für die Nutzer
der Datenbank nur möglich, Informationen über
Reisen und deren Verlauf, Stationen und ihre Dar
stellung in einer geographischen Karte, sowie
Daten beliebiger Parameter einer Fahrt zu erhal
ten.
Zukünftig soll die MUDAB auch Informatio
nen über verwendete Methoden und Qualitätssi
cherungen von Umweltdaten zur Verfügung hal
ten; dazu wurde mit der Speicherung von Metho
deninformationen begonnen.
Von den in Cruise Summary Reports (CSR)
berichteten Datensätzen sind bisher ca. 67% an
das DOD geliefert worden. Von den zugehörigen
Daten wiederum sind 17% in die MUDAB über
nommen worden. Damit sind nunmehr 313 000
Datensätze mit über 164 Parametern in der Da
tenbank vorhanden.