Neuere Veröffentlichungen,
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Mai, Juni und Juli, Die Winter waren von 1879
via 1900 kälter und raxher, die Sommer heißer
and trockener als von 1901 bis 1930,
Tab, 4 zeigt Angaben über die Wiederkehr ver-
zsehiedener Koeffizienten der Kontinentalität des
Klimas in % vorn 1879 bis 1900 und 1900 bis 1930
and von 1831 bis 1880 und 1881 bis 1930.
Die mittleren vieljährigen Größen der me-
teorologischen Elemente nach Pentaden berechnet,
geben eine lebendigere Vorstellung über das Klima
pines Bezirks oder Gebieta als die mittleren moönat-
lichen Größen, Bie lassen eine gewisse Wellen:
förmigkeit des Wetters erkennen und erklären die
klimatischen Wellen des Wetters,
Hedwig Stoltenberg,
W. Esipow. Über die Bedingungen für die Konden-
sation des Wasserdampfes der Luft, .„Meteoro-
jogia i Hydrologia.‘““ Moskau u, Leningrad, 1958.
Nr. 1. SS. 77—79, (Russisch,}
Es handelt sich im wesentlichen um eine
Besprechung der 1937 in Nr. 7 der Zeitschrift
‚Meteorologie i Hydrologia‘ erschienenen ‚Arbeit
von H. E. Koljasew und N.A, Piwowarowaja
über dieses Thema. Diese Frage nn eine sehr
wichtige Rolle in den Theorien über die Entstehung
der Grundwasser, Die Arbeit Koljasews und
Piwowaroewajas macht den Versuch experimen-
taler Begründung der prinzipiellen Grundgedanken
des Vorganges, Verf. kritisiert. die gleich am
Anfang ausgesprochene Ausicht, daB „der Konden-
sator einen Körper vorstellt, welcher unterhalb der
Temperatur abgekühlt ist, bei welcher die Konden-
sation des Wasserdampfes möglich ist“. Die Autoren
geben durch die zahlenmäßigen Ergebnisse ihres
Versuchs den überzeugenden Beweis, daß die
Kondensation schon bei der Anfangstemperatur
des Kondensators stattfand,
Im Gegensatz zu der Erklärung der Autoren
jet aus der Physik bekann£, daß der Kondensations-
rorgang nicht nur bei irgendeiner bestimmten
Femperatur möglich ist, sondern daß für sein
Dasein nur das Vorhandensein eines bestimmten
Unterschiedes der Temperaturen der Luft und des
Kondensators genügt, allerdings bei gehörigen
Feuchtigkeitsverbältnissen, unabhängig von der
anfänglichen Temperatur des Kondensators, So
wird die Fehlerhaftigkeit der Ausgangsthese der
Autoren völlig offenbar.
Aus der Vorstellung über den Kondensations-
vorgang selbst geht unvermeidlich hervor, daß die
Erniedrigung der Temperatur des Kondensators,
worüber die Autoren sprechen, sich unmöglich
physikalisch verwirklichen kann. Auch die von
den Autoren vorgeschlagene „Gleichung des Wärme-
gleichgewichts des Kondensators‘ ist als irrtümlich
zu erklären,
Es genügt, die Unrichtigkeit der Vorstellung
der Autoren darüber zu bemerken, daß der
Kondensationsrorgang bei irgendeiner bestimmten
Kondensationstemperatur verläuft, während dieser
Prozeß in Wirklichkeit sowohl im Anfangsaugen-
blick bei der ATEM des Kondensators
als auch in allen folgenden Augenblicken bei den
anunterbrochen. sich verändernden Koudensations-
temperaturen von der Anfangstemperatur des
Koandensators bis zur Kondensationstemperataur ver-
‚äuft, wobei letztere nur als Endtemperatur des
Kondensationsvorganges erscheint, aber nicht als
irgendeine bestimmte Temperatur, bei welcher die
Kondensation nur auch möglich ist.
Bei dem im der Arbeit angeführten Zahlen-
material und den Ergebnissen der angestellten
Berechnungen ist eine ungeheure Zah) arithmetischer
{rrtümer und Schreibfehler festzustellen, Es folgen
zahlreiche Beispiele, Hedwig Stoltenberg.
Austaro Mazzarelli: I vortici, $ „tagli“ € altri
fenomena delle correnti dello stretto di Messina.
Messina 1938, Presso L’Accademia, (Estratto
degli „‚Atti della RR. Accademia Peloritana“.
Vol, N .
Der Verfasser gibt eine ausführliche Schilderung
Jer in der Straße von Messina herrschenden besonde-
ren Verhältnisse der Gezeitenstrümungen und der mit
liesen verbundenen besonderen Erscheinungen, der
Stromscheiden, Sıromwirbel und Gegenströme, Er
anternimmt es, diese Erscheinungen mit den Ge-
zeiten im Tyrrhenischen und im ‚Joniechen Meer
ınd den Mondphasen in Beziehung zu bringen,
Auf Grund 12jähriger Beobachtungen und Studium
dieser, beim Zusammentreffen von Flut- und Ebbe-
strom auftretenden besonderen Erscheinungen,
stellt er fest, daß zur Zeit des Voll- und Neu-
mondes von diesen Erscheinungen die Stromscheiden
ihre gy1ößte Häufigkeit und Turbulenz zeigen, wäh-
rend die für kleinere Fahrzeuge gefährlichen Strom-
wirbel zu dieser Zeit sich nur während drei, in
Ausnabmefällen während fünf Tagen zeigen, und
zur Zeit des ersten und Jetzten Viertels die Strom-
scheiden wohl auftreten, aber geringere Turbulenz
zeigen. Tabellen über die Phasen der Strom.
scheiden während des Flut- und Ebbstromes und
die Geschwindigkeit des Stromes an verschiedenen
Punkıen der Straße von Messina, sowie wohlge-
'ungene Lichtbilder von Stromscheiden und Wirbeln
servollständigen die Abhandlung.
Ev. d, Vring,
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