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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 41 (1913)

300 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Oktober 1913, 
Panama 35% nur bei Nicaragua noch deutlicher Passateinfluß, im Golf von 
Panama NW noch vorwiegend, aber nur noch mit 18°. Die inneren Passat- 
grenzen (meteorologischer Aquator) beginnen wieder nordwärts zu rücken. 
Mai. Nördlicher Golf: Die noch immer gelegentlich auftretenden Winde 
vom Festlande her werden etwas seltener, was der fortschreitenden Erwärmung 
daselbst wie der damit verknüpften Druckabnahme — tiefer Druck über New 
Mexico, Arizona, Verschwinden des geschlossenen Maximums über den SO-Staaten 
— entspricht; südlicher Golf: Ähnlich wie April; Caraibisches Meer: Häufigere 
Stillen, bei Britisch Honduras 15%, O vorherrschend 16°%,, bei Nicaragua Stillen 
12%, NO vorherschend, rund doppelt so häufig, größte Stetigkeit des Passats 
nun östlich der Kleinen Antillen, die Abnahme westwärts ist — besonders im 
nördlichen Teile des Caraibischen Meeres — deutlich zu sehen. — Pazifischer 
Ozean: Gegenüber von Guatemala jetzt die Hälfte aller Beobachtungen Stillen! 
Sonst veränderliche Winde. Nicaragua 33%, Stillen, Winde des 1. Quadranten 
bleiben die häufigeren, Costarica 37°, Stillen bei Anzeichen des anrückenden 
Passats der südlichen Halbkugel, Panama 40%, Stillen, Winde überwiegend aus 
li. und 4, Quadranten, hier also noch kein Einfuß des SO-Passates erkenntlich. 
Juni. Nördlicher Golf: Bei vorwiegend aus dem 2. Quadranten wehenden 
Winden Zunahme der Stillen (bis zu 18%); südlicher Golf: Ebenfalls Zunahme 
4er Stillen (vor Tampico 12% ,); Caraibisches Meer: Im nördlichen Teile merkliche 
Zunahme des Passates, nur noch 4°%, Stillen, gegenüber von Costarica aber 
Abflauen desselben, 18%, Stillen. — Pazifischer Ozean: SO-Passat breitet sich 
weiter aus, trotzdem walten neben häufigen Stillen (34 bis 35 9%) bei Guatemala, 
Nicaragua die Winde des 1,, bei Panama wieder die des 4. Quadranten vor. Bei 
Costarica jedoch nun vorwiegend Winde von der pazifischen Seite, 
Juli. Nördlicher Golf: Windstillen nehmen weiter zu (rund 20°%); süd- 
licher Golf: ähnlich wie Juni; Caraibisches Meer: Geringe Anderung gegen Juni, 
wie dort bleibt der Passat im nördlichen Teile stetiger, — Pazifischer Ozean: 
Im allgemeinen Abnahme der Stillen in der Nähe Mittelamerikas, die nur bei 
Guatemala eine Häufigkeit von 42°, aufweisen, unter den Windrichtungen bleiben 
aber, wieder mit Ausnahme der Gewässer Costaricas, die sich vom NO-Passat 
herleitenden vorherrschend. Weitere Gebietszunahme des SO-Passatzweiges. 
August. Im Golf wenig Änderung; Caraibisches Meer: Bei Britisch 
Honduras nur 3%, Stillen, O 30%! Bei Nicaragua, Costarica Stillen 120%, NO 
35%! — Pazifischer Ozean: Windrichtungen in der Nähe Mittelamerikas wie im 
Juli, im Golf von Panama aber Stillen seltener (17%) bei häufigem NW (300/), 
vgl. die atlantische Küste Costaricas! Ausbreitung des SO-Passates wie im Juli. 
September, Nördlicher Golf: Der Wind kommt nun vorzugsweise aus dem 
1. und 2. Quadranten; Campechebai: Vorherrschaft des SO ebenfalls nicht mehr 
so ausgeprägt wie im August; Caraibisches Meer: Merkliches Abflauen des Passates, 
das auch östlich der Kleinen Antillen auffällt. Bei Britisch Honduras Stillen 
15%, O desgl, Nicaragua, Costarica Stillen 27%! O rund 20% — Pazifischer 
Ozean: Entsprechend nimmt bei Nicaragua und Panama die Häufigkeit des vor- 
herrschenden Windes etwas ab, sonst ähnlich wie August. Auf dem offenen 
Meer stark ausgeprägte südliche Winde. 
Oktober. Nördlicher Golf: Bei seltener werdenden Stillen prägt sich die 
Vorherrschaft der Winde des 1. Quadranten aus, eine entsprechende Drehung 
ler häufigsten Richtung geht auch bei Yucatan und in der Campechebai vor 
sich. Schon im September zeigt sich diese Änderung an der O-Küste Nordamerikas. 
Es handelt sich hier um ein großes Windsystem, das wir weiter unten noch an 
einigen Angaben der Vereinigten Staaten selbst nachweisen werden. Dasselbe 
tritt. an Stelle der im Sommer, besonders im.Juli entwickelten südlichen bis süd- 
westlichen Winde. Hierbei sei zugleich der NW-Winde auf der pazifischen Seite 
gedacht, welche von Californien herüberwehen und im Oktober, nachdem sie 
während des Sommers an Geltung verloren, wieder häufiger werden, Auch sie 
gehören einem großen System anl) und strahlen vom nordpazifischen Hochdruck- 
\ Vol. Atlas des Segelhandbuches für den Stillen Ozean: Windkarten für vier Monate,
	        
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