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Full text: Jahresbericht 1990

Meereskunde, Querschnitt 
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gramme, WHP Special Analysis Centre, SAC, 
eingerichtet. In Zusammenarbeit mit dem WOCE- 
WHP-Data Analysis Centre (DAC) in Woods Hole/ 
Mass., dem Max-Planck-Institut für Meteorologie 
sowie dem IfM Hamburg wurde mit dem Aufbau 
einer Referenzdatenbank für das Projekt begon 
nen. 
Für die Darstellung der Daten des atmo 
sphärischen Eintrags von Schadstoffen in die 
Nordsee wurden im DOD internationale Daten 
erfaßt und in Grafiken umgesetzt, die der OSLO- 
PARIS-Kommission (OSPARCOM) zugeleitet 
wurden. Die bisherige ROSCOP-Datenbank (Re 
ports of Observations/Samples Collected by 
Oceanographic Programmes) wird seit August 
entsprechend den neuen Regelungen der IOC 
als Cruise Summary Reports-Datenbank geführt. 
Die Informationen werden regelmäßig dem ICES 
und den Weltdatenzentren zugeleitet. 
Die Arbeiten zur Umformatierung verschie 
denster hydrgraphischer Datensätze in das für 
den internationalen Datenaustausch empfohlene 
GF3-Format wurden fortgesetzt. Die entwickelten 
Prozeduren sind sowohl auf dem Großrechner 
als auch auf PCs anwendbar. 
Es wurde eine Datenbank entwickelt, die die 
physikalischen Zustandsgrößen (Korngrößenver 
teilungen) der Sedimente in Nord- und Ostsee 
enthält. Versuchsweise wurde mit den Daten die 
ser Datenbank eine Karte über die Sedimentver 
teilung in der Deutschen Bucht angefertigt. 
Meeresumwelt-Datenbank 
Die Meeresumwelt-Datenbank (MUDAB) 
wird seit 1987 in Zusammenarbeit mit dem Um 
weltbundesamt aufgebaut und betrieben. Sie 
dient zur Sammlung aller für die Überwachung 
des marinen Umweltbereichs relevanten Daten 
und Informationen, insbesondere solcher, die von 
den Fachbehörden des Bundes und der Länder 
aufgrund nationaler und internationaler Überein 
kommen jährlich erhoben und an die jeweiligen 
Gremien weitergeleitet werden: 
■ Gemeinsames Bund/Länder-Meßpro- 
gramm für die Nordsee (BLMP) 
■ Joint Monitoring Programme der Überein 
kommen von Oslo und Paris (JMP) 
■ North Sea Task Force 
■ Baltic Monitoring Programme 
1990 erhielt MUDAB Überwachungsdaten 
von 10 nationalen Datenerzeugern. Die Daten 
menge umfaßt mehr als 50 000 Datenrecords, die 
über 120 verschiedenen Parametern aus den Be 
reichen Brack- und Meerwasser, Sedimente und 
Organismen zuzuordnen sind. Zu jedem Parame 
ter werden umfangreiche Methodeninformatio 
nen in einer eigenen Datenbank gehalten. Die 
unterschiedliche Herkunft dieser Daten erfordert 
die 
■ Erfassung und/oder Umformatierung der 
Daten 
■ Prüfung entsprechend den vorgegebe 
nen Richtlinien 
■ Validierung in Zusammenarbeit mit den 
Datenerzeugern 
■ Übermittlung entsprechend den beste 
henden Regularien 
■ Langzeitarchivierung und Pflege der Da 
tensätze. 
Automatisierte Prüfprogramme sind erstellt 
worden; sie sollen zukünftig eine schnellere Be 
reitstellung der Daten gewährleisten, um den Be-
	        
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