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Full text: Jahresbericht 1990

Zusammenarbeit 
Beschlüsse der 3. und zur Vorbereitung der näch 
sten Internationalen Nordseeschutz-Konferenz 
teil. 
Die North Sea Task Force (NSTF) der Oslo- 
und Paris-Kommission und des ICES legte unter 
Mitarbeit des BSH eine detaillierte Gliederung 
des bis 1993 zu erstellenden Zustandsberichts 
für die Nordsee fest und stellte einen verbindli 
chen Zeitplan für die Erarbeitung dieses Berichts 
auf. 
Für Angelegenheiten der Fernerkundung 
wurde in Gremien des BMFT, der DARA und der 
ESA (European Space Agency) mitgearbeitet. In 
der Data Policy Working Group der ESA wurde 
an der Vorbereitung der zukünftigen Preispolitik 
für europäische Satellitendaten mitgewirkt. 
Auf Wunsch des BMFT und der ESA wurde 
der Vorsitz in der internationalen Arbeitsgruppe 
„Polar Ice Extent“ übernommen. In dieser Gruppe 
sollen die eisrelevanten Programme für das Inter 
nationale Weltraumjahr 1992 vorbereitet werden. 
Für die ESA wurde eine Studie über „Real-time 
Ice Monitoring Demonstration“ im Rahmen des 
Weltraumjahres begonnen, an der außerdem fin 
nische, kanadische und norwegische Institute be 
teiligt sind. 
Im Rahmen der Tätigkeit für das Global Sea 
Level Observing System (GLOSS) der IOC orga 
nisierte das BSH die Installation eines der für 
Gezeitenbeobachtungen umgerüsteten von 
Schweden gestifteten Pegels in Lagos, Nigeria. 
Alle von Schweden gestifteten Pegel wurden in 
der Versuchswerkstatt des BSH betriebsfertig 
umgerüstet. 
Die von der IHO eingerichtete Arbeitsgruppe 
(Thema: Erarbeitung von Richtlinien zur Weiter 
gabe von Gezeitendaten an kommerzielle Fir 
men) wurde konstituiert. Bis Ende 1990 wurde 
den Mitgliedstaaten der IHO ein Vorschlag für den 
Aufgabenkataiog zur Genehmigung vorgelegt. 
Koordinierung des biologischen Monitoring 
Das BSH hat auch 1990 die Durchführung 
des biologischen Monitoring in Nord- und Ostsee 
zur Einhaltung der Verpflichtungen aus den inter 
nationalen Meeresumweltschutz-Übereinkom- 
men sichergestellt. 
Das Institut für Meereskunde an der Univer 
sität Kiel führte weiterhin die biologische Überwa 
chung der Ostsee gemäß der zweiten Stufe des 
Baltic Monitoring Programme aus und übergab 
dem BSH die gewonnenen Daten. 
Für seine Koordinierungsaufgaben zum bio 
logischen Monitoring nahm das BSH weiterhin an 
Arbeitsgruppensitzungen zu dem vom UBA geför 
derten F + E-Vorhaben „Fischkrankheiten im Wat 
tenmeer“ teil und hielt Kontakt zu Wattenmeerfor 
schungsprogrammen der Nationalparkverwaltun 
gen Niedersachsens und Schleswig-Holsteins 
und zu zugeordneten Forschungsvorhaben des 
GKSS-Forschungszentrums Geesthacht. 
Nutzung des Meeresbodens 
Es wurde ein Vorschlag zur Projektierung 
einer Trasse für ein Telefonkabel von Dänemark 
nach Norderney erarbeitet, wobei sowohl der Si 
cherheit des Kabels als auch der Reinheit des 
Meeresbodens Rechnung getragen werden soll 
te. Dabei wurde eine Trassenführung vorgeschla 
gen, die ein Eingraben des Kabels zuläßt und bei 
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