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Full text : Jahresbericht 1990

Meereskunde,  Querschnitt

Querschnittsaufgaben

Mitarbeit  in  internationalen  und  nationalen
meereskundlichen  Gremien
Die  Mitgliedschaft  des  BSH  oder  dessen
Mitarbeiter  in  internationalen  und  nationalen  Gremien ­
  und  deren  Arbeitsgruppen  ist  ab  Seite  186
aufgelistet.
Ergänzend  zu  den  vorangegangenen  Erläuterungen ­
  werden  beispielhaft  einige  weitere  Aktivitäten ­
  dargestellt,  an  denen  das  BSH  besonders
beteiligt  war.
Auf  der  Ronneby-Konferenz  der  Regierungschefs ­
  der  Ostseestaaten  im  September
1990,  an  der  das  BSH  teilgenommen  hat,  wurde
die  spezielle  HELCOM-Arbeitsgruppe  „Helcom
Task  Force“  eingesetzt,  die  bis  Ende  1991  detaillierte ­
  Vorschläge  für  umfassende  Programme  zur
Verminderung  der  Schadstoff-Einträge  In  die  Ostsee ­
  erarbeiten  soll.
Die  Joint  Monitoring  Group  (JMG)  der  Kommissionen ­
  von  Oslo  und  Paris  plant  die  Einführung ­
  der  Bezeichnung  „Areas  of  Special  Concern“ ­
  für  Seegebiete,  die  sich  durch  das  Ausmaß
der  Auswirkung  von  anthropogenen  Einflüssen
hervorheben.  Das  BSH  erarbeitete  nach  Abstimmung ­
  mit  den  fachlich  zuständigen  deutschen
Behörden  ein  Papier  „Areas  of  Special  Concern“,
das  die  wissenschaftlich  untermauerte  Position
der  Bundesrepublik  Deutschland  zu  diesem  Thema ­
  beschreibt.
Das  BSH  beteiligte  sich  in  Arbeitsgruppen
des  Marine  Environmental  Protection  Committee
(MEPC)  der  International  Maritime  Organization
(IMO).  In  einer  Arbeitsgruppe  zum  Thema  „Particularly ­

  Sensitive  Aareas“  wurde  ein  Kriterienkatalog ­
  zur  Identifizierung  von  besonders  empfindlichen ­
  Seegebieten  erarbeitet.  Eingebunden  in  einen ­
  Leitfaden  sollen  sie  der  Einrichtung  von
Maßnahmen  zum  Schutze  der  marinen  Umwelt
gegen  schädliche  Einflüsse  durch  die  Seeschifffahrt ­
  dienen.  In  einer  weiteren  Arbeitsgruppe  wurde ­
  die  Einführung  von  Kontrollmaßnahmen  beim
Austausch  von  Ballastwasser  erörtert.  Es  besteht
die  Gefahr,  daß  mit  dem  Ballastwasser  von  Schiffen ­
  Organismen  aus  fremden  Regionen  eingeschleppt ­
  werden  und  durch  Störung  des  Ökosystems ­
  Schäden  hervorrufen.
Im  Rahmen  einer  konzeptionellen  Weiterentwicklung ­
  des  Nordseemonitoring  wurde  ein
Vorschlag  für  die  Organisation  der  Qualitätssicherung ­
  im  physikalischen,  chemischen  und  biologischen ­
  Monitoring  bearbeitet.
Arbeiten  zur  Neugestaltung  des  10  Jahre  alten ­
  Bund/Länder-Meßprogramms  (BLMP)  sind
aufgenommen  worden.  Es  wurde  ein  Grobkonzept ­
  erarbeitet,  das  auf  ein  übergreifendes  nationales ­
  Überwachungsprogramm  zunächst  für  die
Nordsee,  später  auch  für  die  Ostsee  zielt.  Die
Zentralstelle,  die  die  Organisation  zu  leiten  hätte,
würde  dann  -  wegen  des  Zusammenhangs  mit
der  Meeresumweltdatenbank  (MUDAB)  -  beim
BSH  in  Hamburg  eingerichtet.  Zwar  sind  die  Ressorts ­
  über  das  Grobkonzept  einig  geworden,  allerdings ­
  stehen  Entscheidungen  zur  Finanzierung ­
  noch  aus.
Das  BSH  nahm  auch  1990  an  den  regelmäßigen ­
  Sitzungen  des  Bund/Länder-Ausschusses
Nord-  und  Ostsee  (BLAN)  zur  Umsetzung  der
            
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