Meereskunde, Untersuchungen
Wissenschaftliche und technische Untersuchungen
Wissenschaftliche und technische Untersu
chungen sind ein wesentlicher Bestandteil der
Arbeiten des BSH. Sie entstehen aus den Anfor
derungen der routinemäßigen Untersuchungen
im Rahmen der gesetzlichen Aufgaben, aus der
Beteiligung an nationalen und internationalen
Forschungsprogrammen und aus aktuellen An
lässen. Sie verhindern die Gefahr einer Sterilität
der meereskundlichen Dienste (z. B. Modernisie
rung der Vorhersageverfahren durch Modellent
wicklung), sie versetzen Gutachter in die Lage,
außergewöhnliche Fragestellungen zu beantwor
ten (z. B. Beweglichkeit der Lockersedimente in
der südlichen Nordsee), sie tragen dazu bei, das
Monitoring von Schadstoffen auf der Flohen See
wirtschaftlich und wissenschaftlich effektiver zu
gestalten sowie neue Analysenmethoden einzu
führen.
Im folgenden Beitrag werden die wichtigsten
Untersuchungen aus dem Berichtsjahr skizziert.
Sie lassen sich in der Regel durch ein internes
oder durch ein aus Drittmitteln finanziertes Pro
jekt (S. 59) charakterisieren.
40
Wissenschaftliche Untersuchungen in Nord- und Ostsee
Untersuchungen im Rahmen der
Überwachungsaufgaben des BSH
Eine wichtige Aufgabe, die das BSH sich
gestellt hat, ist die Überprüfung der Überwa
chungs-Strategie in Nord- und Ostsee. Die wis
senschaftlichen Grundlagen hierfür werden in
dem internen Vorhaben „Optimierung des Nord
see-Monitorings“ (OPTINOM) erarbeitet. In OP-
TINOM, das auch einen eigenen Datenakquisi
tionsteil hat, werden alle wissenschaftlichen und
routinemäßigen Aktivitäten im Rahmen der Über
wachungsaufgaben koordiniert. Hierzu gehören
unter anderen das Umweltmeßprogramm .Trans
port, Umsatz und Variabilität von Schad- und
Nährstoffen in der Deutschen Bucht (TUVAS)“
und das Projekt „Empirische Variabilitäts-Ab
schätzung und Methode der Datenerhebung“
(EVA & MEDA). In diesem Vorhaben werden aber
auch die Daten aus den Überwachungsprogram
men Bund/Länder-Meßprogramm für die Küsten
gewässer der Nordsee (BLMP) und Joint Monito
ring Programme (JMP) der Übereinkommen von
Oslo und Paris, sowie der Kontrollmessungen im
ehemaligen Einbringungsgebiet für Abfälle aus
der Titandioxid-Produktion wissenschaftlich bear
beitet.
TUVAS wurde im April dieses Jahres vom
Bundesminister für Forschung und Technologie