Zentrale Dienste
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zelnen Anwender auf das Produktionssystem
umziehen durften. Der Rechner wird jetzt für die
Softwareentwicklung von Z5 und als Testrechner
für Betriebsystemverbesserungen und -Korrektu
ren genutzt, um den Produktionsbetrieb nicht
unterbrechen zu müssen. Weiterhin steht er als
Backup-Rechner für Netzwerkaufgaben und die
Programme der zeitkritischen Dienste von BSH
und SWA bei Ausfall des Produktionsrechners zur
Verfügung.
Es gab keine größeren Hardwareausfälle,
es wurden zwei neue Betriebssystemversionen
installiert.
■ Rechner CYBER 930-11:
Nach Umzug der Anwenderder Abteilung N
auf das Produktionssystem wird der Rechner
hauptsächlich für Netzwerksteuerung des Daten
netzes des BSH genutzt, für die Datenfernverar
beitung und die Weiterbearbeitung von Dateien
des Seekartendigitalisiersystems. Trotz der In
stallation von 2 Betriebsystemversionen wurde
eine Verfügbarkeit von 99,1% erreicht.
■ Netzwerk:
Das Netzwerk des GRZ-BSH, ein ,Local
Area Network’ (LAN) nach dem Ethernet-Stan
dard, konnte das ganze Jahr in einem stabilen
Zustand betrieben werden. Die größte Umstel
lung war die Installation der Netzwerksoftware
CDCNET nach dem ISO/OSI Standard.
Die aufwendigste Arbeit war im Berichtsjahr
das Schalten und das Herstellen von neuen Zim
meranschlüssen, die durch die Umzüge (mehr
als 100) im Hause notwendig wurden.
Im Labor Sülldorf wurde das geplante Netz
werk installiert und über die ISDN Telefonanlage
und 64 KB Standleitung an das Datennetz im
Hauptgebäude des BSH angeschlossen.
■ Auslastung:
Die Graphiken zeigen Verfügbarkeit, Ausfall-
und Wartungszeiten der zentralen IT-Anlagen
(Abb. 37), für das alte Produktionssystem bis
Ende September (Abb. 38) und für das neue ab
August (Abb. 39). Das neue System war bereits
im November und Dezember teilweise zwischen
7 und 17 Uhr zu 80% ausgelastet. Es werden pro
Werktag zwischen 800 und 1200 Jobs von 240
eingerichteten Benutzernummern gestartet und
abgewickelt.
■ Telefon:
Die Fernmeldegruppe wurde durch die zahl
reichen Umzüge innerhalb des Hauptgebäude
des BSH stark belastet. Zu größeren Ausfällen
der TK-Anlagen kam es nicht. Allerdings war in
einem Fall das BSH über 8 Stunden nicht erreich
bar, weil ein hochpaariges Fernmeldekabel bei
Bauarbeiten beschädigt wurde.
Datenbanken und Arbeitsplatzrechner
(APR)-Verfahren
Dieser Aufgabenbereich hat 1990 beträcht
liche Ausweitung erfahren. Der Arbeitsplatzrech
nerbestand hat mittlerweile die 250-Stück-Marke
erreicht. Diese Zahl wurde u. a. durch den Aus
tausch von ausgemusterten oder defekten Termi
nals CDC-721 mit Standard-APR erreicht. Um die
lokale Intelligenz der APR am Arbeitsplatz besser
ausnutzen zu können, wuchsen die Software-For
derungen. Die dadurch vermehrt notwendig