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Volltext : Jahresbericht 1990

Technische  Schiffssicherheit

daraus  resultierenden  Optimierungen  eine  Musterleuchte ­
  entstanden,  die  auch  bei  mehreren
praktischen  Erprobungen  im  Vergleich  mit  den
blauen  Funkelleuchten  aus  dem  Straßenverkehr
deutlich  besser  zu  erkennen  war.  Dieses  Leuchtenmuster ­
  besteht  aus  einem  geschlossenen  Unterteil, ­
  einem  Schrittmotor  mit  Regelung,  einem
Rotor  mit  drei  auf  dem  Umfang  von  360°  gleichmäßig ­
  angeordneten  Glaslinsen,  einer  Halogenglühlampe ­
  und  einer  nichtprofilierten,  blaudurchgefärbten
  Kunststoffhaube.
Im  November  1990  wurden  unter  Beteiligung ­
  des  Bundesministers  für  Verkehr,  des  Bundesministers ­
  des  Innern,  der  Wasserschutzpolizei ­
  und  des  Herstellers  mit  je  einem  Fahrzeug
der  Wasserschutzpolizei  und  dem  WSA  Hamburg
auf  der  Unterelbe  Tag-  und  Nacht-Beobachtungsfahrten
  durchgeführt.  Die  neue  Musterleuchte,
die  in  ihrer  Funkellichtfrequenz  verändert  werden
konnte,  war  zusammen  mit  je  einer  im  Straßenverkehr ­
  zugelassenen  Drehspiegelleuchte  und

einer  Drehlinsenleuchte  auf  dem  WSP-Fahrzeug
montiert.  UnterTagessichtbedingungen  und  unter
Nachtsichtbedingungen  mit  vielen  Störlichtern
auf  dem  Wasser  und  an  den  Uferanlagen  stellten
die  Beobachter  übereinstimmend  fest,  daß  die
Musterleuchte  am  besten  zu  erkennen  war,  auch
bei  Nebel,  Regen,  aufklarendem  Himmel  und  klarer ­
  Sicht.  Die  Optimierung  der  Funkelfrequenz  auf
120  Blinke  pro  Minute  und  die  Linsenachsenverstellung ­
  In  der  Vertikalen  von  Linie  zu  Linie  um
ca.  0,5°  sowie  die  sehr  gute  Gleichmäßigkeit  der
Funkellichtfrequenz  erbrachten  dieses  gute  Ergebnis. ­
  Mit  der  blauen  Filterhaube  erreicht  die
Musterleuchte  unter  den  gegebenen  meteorologischen ­
  Bedingungen  eine  Tragweite  von  mehr
als  2  Seemeilen.
Nach  übereinstimmender  Meinung  sollte
diese  Musterleuchte  die  Vorlage  für  eine  blaue
Funkellichtleuchte  sein,  die  dem  BSH  zur  Baumusterprüfung ­
  eingereicht  werden  sollte.

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Entwicklung  des  GMDSS
Im  November  1988  hat  eine  IMO-Reglerungskonferenz
  mit  dem  Beschluß  eines  neuen
Kapitels  IV  des  Internationalen  Übereinkommens
zum  Schutz  des  menschlichen  Lebens  auf  See
(SOLAS)  die  schrittweise  Einführung  des  weltweiten ­
  Seenot-  und  Sicherheitsfunksystems
(GMDSS)  beschlossen.
Die  erforderlichen  Vorbereitungen  zur  Einführung ­
  des  GMDSS  ab  1.  Februar  1992  wurden
1990  auf  verschiedenen  internationalen  Ebenen

fortgeführt.  Darin  eingeschlossen  war  die  internationale ­
  Anerkennung  des  Satelllten-Seenotfunkbaken
  Systems  DRCS,  das  in  Deutschland  entwickelt ­
  worden  ist  und  das  den  Notalarm  über  die
Satelliten  der  INMARSAT-Organisation  auslösen
kann.  Das  DRCS  ist  damit  neben  dem  von  Frankreich, ­
  Kanada,  der  UdSSR  und  den  USA  betriebenen ­
  COSPAS-SARSAT-System  gleichwertiger
Bestandteil  des  GMDSS.  Sobald  der  Einbau  der
erforderlichen  Empfangsanlagen  In  INMARSAT-
            
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