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44. Jahresbericht Deutsches Hydrographisches Institut 1989
2.4.4.2 Hydrographische Dokumentation
Es konnten 3 302 Literaturzitate in die Dokumentation aufgenommen werden, so
daß die Literaturdatenbank über 26000 Zeitschriftenartikel und Konferenzbei
träge enthält. Die Literaturzitate sind wöchentlich in 49 Neuzugangslisten, die an
interne und externe Interessenten verteilt wurden, erschienen. Die Literaturdaten
bank steht jedem Mitarbeiter über ein an das GRZ angeschlossenes Terminal, also
auch in allen Außenstellen des DHI und den Hamburger Dienststellen des DWD,
zur Verfügung. Externe Bibliotheksbenutzer können ein für diese Zwecke im Aus
leihraum aufgestelltes Terminal nutzen. Mit Hilfe dieser Datenbank werden Litera
turauskünfte schnell und umfangreich erteilt. Die Nutzung der Datenbank ist im
letzten Jahr stark angestiegen.
Weiterführende Literaturrecherchen können über Datex-P in den Datenbanken
von DIMDI (Deutsches Institut für medizinische Dokumentation) und STN (Scienti
fic Technical Network) durchgeführt werden. Hier wurden hauptsächlich die
Datenbanken ASFA, CHEMLINE, TOXALL, CA, ENVIRONLINE genutzt.
Für ASFA (Aquatic Science & Fisheries Abstracts) und die Ostsee-Bibliographie,
die von der Helsinki-Kommission herausgegeben wird, werden regelmäßig
30 Zeitschriften und Serien ausgewertet. Hier arbeitet das DHI eng mit der Bun
desforschungsanstalt für Fischerei und der Helsinki-Kommission zusammen. Die
Ostsee-Bibliographie steht inzwischen als Datenbank BALTIC on-line über den
schwedischen Host DEFA zur Verfügung.
2.4.4.3 Öffentlichkeitsarbeit, Veröffentlichungen
Das DHI intensivierte die Öffentlichkeitsarbeit durch mehrere Pressekonferenzen,
31 Presseinformationen und die Teilnahme mit einer Ausstellung am Deutschen
Schiffahrtstag im Juni in Husum. Zur Unterrichtung der Sportschiffahrt über
Seekarten, nautische Veröffentlichungen und technische Schiffssicherheit war es
wieder auf den wichtigsten Bootsausstellungen vertreten: Auf der „boot ’89“ in
Düsseldorf (21. 1. bis 29. 1.) betreute das DHI einen eigenen Informationsstand. An
der „hanseboot“ in Hamburg (21. bis 29. 10.) beteiligte sich das DHI innerhalb
eines gemeinsamen Informationszentrums mit dem Bundesminister für Verkehr
und der Wasserschutzpolizei. Zu weiteren Aufgaben gehörten Entwurf und Gestal
tung dieser Stände, ferner die Auswahl des Informationsmaterials. Mit Unterstüt
zung des Mittelmeer-Zentrums war das DHI vom 23. 9. bis 1. 10. auf der „Inter
boot“ in Friedrichshafen vertreten. Die Kreuzer-Abteilung des Deutschen Segler-
Verbandes (DSV) ermöglichte dem DHI wiederum die Teilnahme an der „Boot und
Caravan“ (4. bis 12. 2.) in München. Der Bedarf nach Auskünften über Seekarten,
Seehandbücher und nautisch-technische Fragen nahm speziell im süddeutschen
Raum zu.
Das DHI unterrichtete Fachjournalisten von Presse, Rundfunk und Fernsehen und
interessierte Laien über die Arbeiten des DHI. Wegen des Einbringens von Indu
strieabfällen in die Deutsche Bucht und der Überwachungsaufgaben des DHI
wurden besonders zum Thema Reinhaltung des Meeres zahlreiche Interviews mit
den Medien vermittelt. Es erschienen 31 Presse- und Hausinformationen.
Für Neuauflagen der verschiedenen Nachschlagwerke waren die Eintragungen
über das DHI zu redigieren. Zahlreiche Genehmigungen für den auszugsweisen
Nachdruck von amtlichen Veröffentlichungen des DHI wurden erteilt.
43 Besuchergruppen nautischer Ausbildungsstätten, Universitäten, Fachschulen
und der Bundesmarine erhielten einen Einblick in die Arbeitsbereiche des DHI.
Für diese Gruppen wurden Besuchsprogramme ausgearbeitet und Einführungs-
vorträge über die Aufgaben des DHI gehalten.