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Full text: Jahresbericht 1989

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44. Jahresbericht Deutsches Hydrographisches Institut 1989 
werk angewandt werden und sind für die deutschen Seekarten nicht brauchbar. 
Um jedoch schon Daten für den Aufbau eines neuen Informationssystems aufneh 
men zu können, wurden ihre Featurecodes für diese Digitalisierungen genutzt. 
Für die Produktion wurden jedoch nur die linienartigen Symbole verwendet. 
Eine Software-Erweiterung mit dem Programm „INT-Symbologie“ wurde 1987 
bei der kanadischen Firma USL in Auftrag gegeben und Ende 1989 mit der 
CARIS-Software-Version 4.0 geliefert. Dabei zeigte sich, daß ein großer Anteil 
der Symbole in Form, Qualität und Größe nicht denen im DHI für die Montage 
technik angewandten Symbolen entsprechen und einer Überarbeitung bedürfen. 
- Digitalisiertechnik: 
Der mit CARIS zur Verfügung stehende stream-mode, mit dessen Hilfe es möglich 
sein soll, für kurvenförmige Linien (z.B. Tiefenlinien) einen lagegenauen und 
glatten Verlauf zu erzielen, weist noch erhebliche Mängel auf. Die Anschaffung 
eines neuen vom kanadischen Hydrographischen Dienst entwickelten Cursors 
mit Gravurstichel verspricht nun eine Lösung dieses Problems, 
Anläßlich eines Besuches beim kanadischen hydrographischen Dienst (CHS) in 
Ottawa wurde eine enge Zusammenarbeit auf allen Gebieten der Digitalisiertechnik 
und der digitalen Kartographie vereinbart. Der CHS verfügt über 24 CARIS-Arbeits- 
stationen (DHI: zwei) und hat als sog. Testbed für CARIS erheblichen Einfluß auf 
die Systementwicklung von CARIS bei dem kanadischen Hersteller USL. Es zeichnet 
sich ab, daß sich durch den regen Erfahrungsaustausch mit dem CHS und die 
Mitarbeit in der CARIS-Benutzervereinigung (s. 2.1.1) die angesprochenen Proble 
me rasch lösen lassen. 
Die bisherige Erfahrung hat gezeigt, daß das Ziel, durch Digitalisierung aller 
Karteninhalte eine kartographische Datenbank für den deutschen Kontinentalsok- 
kel aufzubauen, gegenwärtig noch mit unverhältnismäßig hohem Aufwand verbun 
den ist. Da die Digitalisierung mit Hilfe des Cursors für viele Kartenelemente zum 
Teü erheblich aufwendiger als bei der manuellen Herstellungstechnik ist, muß der 
Aufbau der kartographischen Datenbank durch Übernahme von Daten aus zum 
Teil bereits existierenden digitalen Datenbanken unterstützt werden. 
Eine Weiterführung der Digitalisierungen für den Aufbau der kartographischen 
Datenbank wurde zum Jahresende zunächst gestoppt, bis mit der Verabschiedung 
des Objektklassenkatalogs des internationalen Standards eine zukunftssichere 
Grundlage gegeben ist. Bis dahin wird das Digitalisiersystem zur Unterstützung 
der herkömmlichen Kartenherstellung (Teildigitalisierungen) genutzt. 
Neben zahlreichen Digitalisierungen einzelner Kartenelemente, wie z.B. Isogonen, 
Tiefenzahlen, Indexrahmen, Kabel, für die Fortführung von Seekartenoriginalen, 
wurden folgende Karten digitalisiert: 
Krt. 44, Elbmündung, Maßstab 1 : 50 000 mit Plan (Cuxhaven) im Maßstab 
1 : 25 000: Der Karteninhalt wurde korrigiert und aktualisiert. Beschriftungs 
elemente wurden neu aufgenommen. Für die laufende Aktualisierung der Seekarte 
konnten die zu digitalisierenden Tiefenzahlen und Tiefenlinien produktiv genutzt 
werden. 
Krt. 7, Die Jade, Maßstab 1 : 35 000 mit Plan von Wilhelmshaven im Maßstab 
1 : 15 000: Die Digitalisierung aller symbolunabhängigen Linienelemente und Tie 
fenzahlen konnte abgeschlossen werden. Sie sind Bestandteil dieser nunmehr ver 
öffentlichten neuen internationalen Seekarte. Nachträglich wurden alle Beschrif 
tungselemente digitalisiert. 
Krt. 2, Mündungen der Jade und Weser, Maßstab 1 ; 50 000 mit Plan der Dove 
Harle im Maßstab 1 : 25 000: Die schon begonnene Digitalisierung wurde durch 
Felder von Tiefenzahlen und Tiefenlinien ergänzt, die für die laufende Aktualisie
	        
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