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Full text: Jahresbericht 1989

Nautische Veröffentlichungen, Vermessung und Seekartenwerk 
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2 Einzelberichte 
2.1 Nautische Veröffentlichungen, Vermessung und Seekartenwerk 
2.1.1 Seevermessung und Automation 
Vermessungsarbeiten: 
Das VFS „Komet“ mit sechs, das VS „Süderoog“ und das VWFS „Atair“ mit je zwei 
Vermessungsbooten führten Kontrollvermessungen in Nord- und Ostsee durch (vgl. 
Tabelle und Äbb. 1), dabei fuhren sie rund 30 600 km Lotungsprofile und nahmen 
etwa 40 km Küstenlinie auf. Diese Werte liegen deutlich über dem Durchschnitt 
der Jahre 1978 bis 1987 von 26 000 km. Ermöglicht wurde dies u.a. dadurch, daß 
die Vermessung auch bei Seegangsbedingungen, unter denen die Vermessungsboo 
te nicht mehr eingesetzt werden konnten, mit dem Mutterschiff allein fortgesetzt 
wurden (insgesamt etwa 8 160 km). 
Die Vermessungsergebnisse wurden in 42 Arbeitskarten dargestellt. Mit den Was 
ser- und Schiffahrtsdirektionen Nord und Nordwest und den im Küstenbereich 
tätigen Ämtern in Schleswig-Holstein und Niedersachsen wurden die Ergebnisse 
regelmäßig ausgetauscht. Die digitalen Ergebnisse wurden wieder für weitere Ana 
lysen und Auswertungen der Bundesanstalt für Wasserbau in Karlsruhe übergeben. 
Das polare Vermessungssystem „Navitrack 2000“ wurde für küstennahe Vermes 
sungsarbeiten eingesetzt. Es hat sich gut bewährt. Mit einem Reflektorkranz 
(8 Prismen) wurde eine Reichweite von etwa 4 km erreicht. 
Wracksuche: 
VWS „Wega“ und VWFS „Atair“ fanden und untersuchten in der Nord- und Ostsee 
48 neue Wracks und Unterwasserhindernisse. 158 bekannte Wracks und Positio 
nen, auf denen Unterwasserhindemisse vermutet wurden, winden überprüft. Au 
ßerdem wurde eine Fläche von rund 815 qkm nach Unterwasserhindernissen abge 
sucht. Versuchsweise wurde außerdem neben den übüchen Wracksuchgeräten 
(Horizontalsonar, Side-Scan-Sonar, Vertikallot) auch ein Magnetometer/Gradiome- 
ter erfolgreich eingesetzt. 
Ausbildung: 
Vier Hydrographie- und Vermessungsstudenten haben ihr Hauptpraktikum oder 
Teüe davon in der „Seevermessung“ abgeleistet. Mitte November begann der zweite 
Teil des Lehrgangs für die Fortbildung zum Seevermessungstechniker. 
Maritime Geodäsie und Automation: 
Für die Seevermessung und Seekartographie wurden geodätische Berechnungen 
ausgeführt. Für andere Dienststellen wurden in Amtshilfe Koordinaten und Strek- 
ken berechnet und Hyperbelkoordinaten umgewandelt. 
Die bestehenden Anwendungsprogramme für die Seevermessung und Seekartogra 
phie wurden den Bedürfnissen der Benutzer und der aktuellen Version des Be 
triebssystems des Gemeinsamen Rechenzentrums beim DHI (GRZ) angepaßt. Eine 
bevorstehende Änderung des Betriebssystems des GRZ erforderte eine Analyse des 
Umfangs der zu ändernden oder neu zu erstellenden Anwendungen. Mit den not 
wendigen Umstellarbeiten wurde in Teilbereichen begonnen.
	        
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