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Volltext: Jahresbericht 1988

Meereskunde 
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Die Daten bestätigen die 1987 gewonnenen Ergebnisse. Demzufolge befindet sich 
unterhalb des nordatlantischen Stroms Labradorseewasser, Mittelmeerwasser, Is- 
land/Schottland-Overflow-Wasser und Reste vom antarktischen Bodenwasser (bis 
60° N). 
Vom 1. bis 16. März nahm das DHI an dem internationalen Programm „BEPERS“ 
(Bothnian Experiment in Preparation for ERS-1) in der Bottensee (Ostsee) teil. Zu 
sammen mit finnischen Kollegen wurden vom gecharterten FS „Valdivia“ aus hydro 
graphische Untersuchungen, Strömungs- und Wellenmessungen und Eisuntersu 
chungen durchgeführt. Ziel des deutschen Beitrages war, Daten zu Eich- und Ver 
gleichszwecken (sea truth) zu gewinnen. Die Ergebnisse werden mit den Messun 
gen verglichen, die zu einem späteren Zeitpunkt beim Überfliegen des Untersu 
chungsgebietes mit dem Satelliten, ERS-1, gewonnen werden. 
Vom 25. März bis 14. April fand die Reise Nr. 111 des FS „Gauß“ im Projekt „Zirku 
lation und Schadstoffumsatz in der Nordsee“ (ZISCH) statt. Während dieser For 
schungsfahrt wurden 8 Trübungsmesser auf einem Nordsüd-Schnitt vor der Ems 
ausgelegt und meeresoptische und hydrographische Messungen vorgenommen. 
Im Oktober wurde mit Voruntersuchungen zu dem Meßprogramm OPTINOM (Opti 
mierung des Nordsee-Monitoring) begonnen. Für dieses Meßprogramm werden bis 
Oktober 1989 in der Deutschen Bucht 9 Profile mit dem Schleppsystem „Delphin“ 
im Abstand von 6 Wochen abgefahren. Außerdem werden an 4 Stationen Messun 
gen mit der CTD-Sonde durchgeführt und Wasserproben entnommen. 
Ziel der Messungen mit dem Schleppsystem „Delphin“ ist die Untersuchung der 
kleinskaligen Variabilität. Aus den Ergebnissen sollen Hinweise über die Repräsen 
tativität von hydrographischen Messungen (Monitoring) in einem komplizierten 
Meeresgebiet abgeleitet werden. Die unterschiedlich langen Profile verlaufen von 
10 m Wassertiefe vor der Deutschen Küste aus in westliche Richtung. Ihr Abstand 
beträgt 5 sm. Außer der von der Unterwassereinheit gemessenen Temperatur und 
Leitfähigkeit (Salzgehalt) werden Positionen und Wassertiefe vom Bordsystem in 
zwei Zyklen pro Sekunde auf 16 Kanäle digital auf Magnetband gespeichert. Die ge 
wonnene Datenmenge ist entsprechend der Meßzeit von über 100 h sehr umfang 
reich. 
Datenauswertung und Ergebnisse: 
Von den Feuerschiffen der Nordsee, von Überwachungsfahrten und von Forschungs 
reisen gingen etwa 7900 Seewasserproben ein. Ihre elektrische Leitfähigkeit wurde 
gemessen und daraus der Salzgehalt berechnet. Mit dem weiteren Rückgang der 
Probennahme von den deutschen Feuerschiffen aus erhöhte sich der relative Anteil 
der Präzisionsbestimmungen (für Kalibrierzwecke) des Salzgehaltes. Der Salzge 
halt aller Proben wurde mit dem Autosal-Salinometer bestimmt. 
Die Zeitreihen der Temperatur und des Salzgehaltes der deutschen Nordsee- 
Feuerschiffe wurden analysiert und mit den langjährigen Mitteln verglichen. Die 
Ergebnisse für das Jahr 1987 wurden in der Reihe „Überwachung des Meeres“ ver 
öffentlicht. 
Aus den Oberflächentemperatur-Daten der wöchentlichen quasi-synoptischen Kar 
ten wurde für fünf ausgewählte Positionen der Nordsee eine Trendanalyse für die 
Jahre 1968 bis 1986 vorgenommen. 
Die Jahre 1978/79 zeigen ein relatives Temperaturminimum an den fünf Stationen. 
Es wird aber deutlich, daß ein genereller Trend der Erwärmung der Nordsee der 
zeit nicht gefunden werden kann. 
Die Untersuchungsergebnisse der Patchiness-Expedition 1986 in die Ostsee, die 
vom FS „Gauß“ gleichzeitig mit 12 Forschungsschiffen der anderen Ostsee-Anlie
	        
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