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Full text: Jahresbericht 1988

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43. Jahresbericht Deutsches Hydrographisches Institut 1988 
Internationale Zusammenarbeit: 
Wesentliche Weichenstellungen für die internationale Seekartographie und damit 
auch für das Deutsche Seekartenwerk gehen von den Konferenzen der regionalen 
Hydrographischen Kommissionen aus, in denen das Deutsche Hydrographische 
Institut die Bundesrepublik Deutschland vertritt. Hierzu im einzelnen: 
- Vom 16. bis 20. Mai fand die 17. Konferenz der „North Sea Hydrographie Commis 
sion“ (NSHC) in London statt. 
Das DHI legte dort seine aktualisierte Planung für die großmaßstäbige INT-Kar- 
tierung der heimischen Nordseeküste vor. Von den geplanten 14 INT-Karten 
wurden bisher 8 Karten herausgegeben, die von den hydrographischen Diensten 
der USA (DMAHTC), DDR, der Niederlande und von Frankreich faksimile nachge 
druckt wurden. So wie das DHI als „producer“ tätig ist, so hat es auch als 
„printer“ großmaßstäbige INT-Karten von den Niederlanden, dem Vereinigten 
Königreich, Dänemark, Frankreich und Spanien faksimile nachgedruckt und in 
sein Kartenwerk übernommen. 
Die Ankündigung der Bundesrepublik Deutschland, daß sie die internationalen 
Feuerkennungen für ihre INT-Karten und schrittweise auch für die nationalen 
Karten verwenden wird, wurde von den übrigen NSHC-Mitgliedem mit großer 
Zustimmung aufgenommen. 
Auf Vorschlag der Niederlande wurde eine NSHC-Ad-hoc-Arbeitsgruppe einge 
setzt, die sich hauptsächlich mit den bisherigen Erfahrungen der INT-Kartierung 
und den hierfür geltenden internationalen Richtlinien befassen sollte. Diese 
Arbeitsgruppe, an der sich das DHI beteiligte, tagte unter Leitung des britischen 
Hydrographers im Juli und Dezember in London und hat seine in die Zukunft 
weisende Arbeit erfolgreich abgeschlossen. Hierzu gehören u.a. das Festhalten 
am DIN-A-O-Format für INT-Karten und der Auftrag, ein aktualisiertes Karten 
schema für INT-Karten des NSHC-Beroichs zu realisieren. 
Eine weitere Arbeitsgruppe wurde eingesetzt, um unterschiedliche Vermes 
sungsergebnisse in Gebieten aufzuklären, die nacheinander durch benachbarte 
hydrographische Dienste vermessen worden sind. Als Ursache wurden verschie 
dene Verfahren der Gezeitenbeschickung vermutet. 
- Vom 7. bis 9. Juni fand die 3. Konferenz der „Baltic Sea Hydrographie Commis 
sion“ (BSHC) unter Leitung des Präsidenten des DHI in Hamburg statt. 
Ein Kartenschema für klein- und mittelmaßstäbige internationale Kartierung 
der Ostsee ist bereits ausgearbeitet, aber bisher haben nur die DDR und UdSSR 
je eine erste Karte veröffentlicht. Von den meisten anderen Staaten liegen Veröf 
fentlichungs-Zeitpläne vor. Die DDR und die Bundesrepublik Deutschland waren 
die einzigen, die darüberhinaus auch schon untereinander abgestimmte Kartie 
rungsschemata für die großmaßstäbigen INT-Karten ihrer Häfen und Küsten 
ausgearbeitet haben. Zwischen den Konferenzen ist eine Arbeitsgruppe „Baltic 
Sea International Chart Commission“ (BSICC) tätig. 
Daneben tauschten auf beiden Konferenzen die Mitgliedsländer Informationen 
über neue Produkte und Verfahren aus und erörterten eine Vielzahl von Themen. 
Schwerpunkte der Diskussionen waren: 
- Erfahrungen mit dem nautischen Warnsystem NAVTEX, 
- neue Vermessungssysteme (Fächerecholote), 
- rechnergestützte Kartographie, 
- Elektronische Seekarte. 
Die vom DHI erarbeitete und herausgegebene Karte 1 (INT 1) „Symbols, Abbrevia 
tions, Terms used on Charts“ ist eine wesentliche Grundlage für die weltweite 
geplante Herstellung internationaler Seekarten. Der neuseeländische Hydrogra
	        
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