Nautische Veröffentlichungen, Vermessung und Seekartenwerk
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- Manipulation der Daten durch Transformationen und Maßstabsveränderungen
(MOSAIC),
- Bildung und Betrachtung der Topologie (CARMAN),
- Unterstützung der Arbeit des Benutzers.
Die Software erwies sich als zuverlässig und für die Speicherung und Weiterverar
beitung von Seekartendaten zweckmäßig. Sie wurde durch Einfügen von Prozedu
ren dahingehend erweitert, daß routinemäßige Prüfprogramme in die Nachtzeit
verlegt werden konnten. Damit wurde tagsüber mehr Freiraum für die Erfassung
der Seekartendaten geschaffen.
Die CARIS-Software-Version V3.1 wurde im Herbst durch die verbesserte Version
V3.2 ersetzt. Sie enthält neue Kommandos u. a. zur Umsetzung von Daten des alten
ARISTO-Digitalisiersystems in das Datenaustauschformat NTX.
Ein Auftrag zur Herstellung der benötigten Seekartensymbole entsprechend der In
ternationalen Karte 1 „Verzeichnis der Symbole und Abkürzungen“ wurde verge
ben und die inzwischen vorgelegte Vorversion im DHI geprüft.
Das DHI und der Französische Hydrographische Dienst haben seit August für die
Dauer eines Jahres einen Mitarbeiter ausgetauscht. Der französische Mitarbeiter
wurde für die Entwicklung einer digitalisierten Schrift eingesetzt. Sie ist für die
rechnergestützte Seekartenherstellung geeignet.
Die notwendigen Änderungen bzw. Erweiterungen werden vom CARIS-Hersteller
zur Zeit eingearbeitet.
Die ursprünglich gelieferten Digitalisiertische entsprachen nicht den kartographi
schen Genauigkeitsansprüchen. Sie wurden durch Tische der Firma ALTEK ersetzt.
Die Datenübertragung zwischen dem Workstationrechner und den beiden Arbeits
stationen über DMA-Kanäle verläuft reibungslos. Fehler am Graphik-Terminal Tek
4125 (flächige Farbdarstellung) und am Bandkassettenlaufwerk TK 50 im Worksta
tionrechner wurden als Garantieleistung durch die Firmen behoben.
Servicearbeiten, z. B. der Anschluß des Workstationrechners an das Ethernet, der
Austausch der Digitizer und Renovierungsarbeiten in den Arbeitsräumen nahmen
10% der zur Verfügung stehenden Arbeitszeit in Anspruch.
Entwicklung von DV-Verfahren für nautische Informationssysteme:
Zu Beginn des Jahres wurde ein „Minimalkonzept für die DV-gestützte Herstellung
und Laufendhaltung der Seekarten und nautischen Veröffentlichungen“ erarbeitet.
Entsprechend diesem Konzept wurde die Arbeit an einem Pilotprojekt aufgenom
men. Dieses sieht die Einrichtung einer Datenbank „Leuchtfeuerverzeichnis (Lfv.)“
mit dem Ziel vor, sowohl Erkenntnisse über die Einrichtung weiterer Datenbanken
der nautischen Veröffentlichungen als auch über deren sinnvolle Verknüpfungen
untereinander und zu einer Datenbank der digitalen Seekarteninformationen zu
gewinnen.
Inzwischen ist für das Leuchtfeuerverzeichnis aus den im Fotosatzsystem der
Druckerei gespeicherten Daten eine „Prototyp“-Datenbank auf der Rechenanlage
CDC-Cyber 930-11 aufgebaut worden, basierend auf dem relationalen Datenbank-
Management-System IM/DM.
Um erste praktische Erfahrungen zu sammeln, ist zunächst die Installation eines
Terminals für den Zugriff auf die Datenbank in der Druckerei vorgesehen. Mit den
Arbeiten zur Aufbereitung der Daten für die Druckausgabe wurde begonnen.
Das 1987 begonnene „North Sea Project 1987/88“ wurde in Zusammenarbeit mit
den Nordseeanrainerstaaten Norwegen, Schweden, Dänemark, Niederlande, Bel
gien, Frankreich, Vereinigtes Königreich unter Federführung des Norwegischen Hy
drographischen Dienstes vorläufig abgeschlossen. Das DHI nahm bisher an mehre
ren Arbeitsbesprechungen in Norwegen teil.