Zentralabteüung
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nicht mehr gesichert ist. Hier wurden organisatorische Maßnahmen zur Abstellung
der Betriebsbehinderung eingeführt, die zu stark verschlechterten Arbeitsbedin
gungen bei Modellentwicklungen führten.
Schon gegen Ende 1987 war erkennbar, daß Modellrechnungen aufgrund der
unzureichenden Prozessorleistung in der Nachtzeit nicht mehr beendet werden
konnten. Sie belasteten die Zentraleinheit auch tagsüber. Dies führte zu so drasti
schen Behinderungen des interaktiven Betriebes, daß Modell-Entwicklungen teil
weise eingestellt werden mußten.
2,4.5.3 Deutsches Ozeanographisches Datenzentrum (DOD)
Das nationale ozeanographisehe Datenzentrum deckte auch 1988 {.»ine Vielzahl von
Teilbereichen ab. Zu ihnen zählten unter anderem
- Führen einer Datenbank von Informationen über Forschungsfahrten deutscher
Forschungsschiffe,
- Datenspeicherung, nationaler und internationaler Datentausch,
- Bearbeitung von Datenanfragen,
- Einrichtung und Betrieb der Meeresumwelt-Datenbank MUDAB,
- Erstellung von Produkten,
- Aufbau eines geomarinen Informationssystems für FS „Sonne“ im Rahmen eines
BMFT-Projektes,
- Sammlung und Archivierung der Magnetbänder der Navigationsanlage von FS
„Meteor“.
Bei der schwierigen Personallage mußten Prioritäten gesetzt werden. Schwerpunkt
der Arbeiten war die Weiterentwicklung der Meeresumwelt-Datenbank MUDAB.
Gemeinsam von DHI und UBA finanziert, wird diese externe UMPLIS-Faktendaten-
bank vom DHI betrieben. Mit der Umstellung auf das Datenbanksystem IM/DM
wurde begonnen und Teilbereiche in die Produktion genommen. Zu den „klassi
schen“ Forschungsdaten kamen Monitoringdaten, auch biologische Datensätze, in
zunehmendem Umfang hinzu.
Den Datenoriginatoren der biologischen Schadstoffdaten konnte ein APC-Erfas-
sungssystem angeboten werden. Dieses führt die Erfasser in einem flexiblen Dia
logablauf angemessen durch eine im biologischen Bereich oft komplexe Hierarchie.
Die Daten wurden nach Korrektur und Formatumsetzung an die entsprechenden
internationalen Gremien weitergeleitet. Erstmalig konnten aus MUDAB Farbgra-
phiken als Beitrag zu den „Daten zur Umwelt“ des UBA erzeugt werden. In enger
Abstimmung und nach Kommentierung durch die Originatoren wurden die Darstel
lungen termingerecht dem UBA übergeben.
Die Finanzierung, die Weiterentwicklung und der spätere Wirkbetrieb des Gesamt
systems MUDAB wurden durch ein Verwaltungsabkommen zwischen BMU und
BMV geregelt. Es trat am 22. 11. 1988 in Kraft.
Die klassischen Aufgaben des DOD wurden fortgeführt. Leider nahm die „Abgabe-
moral“ der Wissenschaftler auch 1988 weiter ab. So standen dringend erforderliche
Forschungsdaten aus deutschen Instituten der internationalen Gemeinschaft der
Meereskundler nicht zur Verfügung. Dies wurde auf mehreren Veranstaltungen der
IODE und des ICES bemängelt.