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Ausschuß des Seeverkehrsbeirats f.d.Angel. des D.H.I.
III. DER AUSSCHUSS DES SEEVERKEHRSBEIRATS FÜR DIE
AHGELEGENHEITEN DES D.H.I.
1. Veranstaltungen. Vorträge und Berichte
Der Ausschuß des Se.everkehrsbeirats für die Angelegenheiten des D.H.I.
hielt am 11.3.1958 im Hause der Bundesverkehrsbehörden in Hamburg seine
15. Sitzung ab. Von weiteren Veranstaltungen mußte wegen der Arbeiten für
das Internationale Geophysikalische Jahr (I.G.J.) abgesehen werden.
Einem vielfach geäußerten Wunsch nachkommend, erstreckte sich auf der
15. Sitzung die Unterrichtung des Ausschußes über die Arbeitsgebiete des
D.H.I. besonders auf die technischen Einrichtungen des im Jahre 1957 fertig
gestellten 3. Bauabschnitts des Hauses der Bundesverkehrsbehörden. Er wird
im wesentlichen von den Abteilungen II (Seekartenwerk) und VI (Nautische
Technik) des D.H.I. eingenommen. Die Besichtigung bot den fast vollzählig
teilnehmenden Mitgliedern des Ausschußes Gelegenheit, den Werdegang der
Seekarten und anderer nautischer Veröffentlichungen des Instituts kennen-
zulemen und einen Überblick über die Prüfung dër nautischen Geräte zu
gewinnen. ,
2. Anträge und Entschließungen
Anknüpfend an die während der Besichtigung gegebenen Hinweise auf-Eng
pässe vrarde dem Ausschuß das bereits auf der 9. Sitzung (16.11.1954) be
handelte Problem der Darstellung sich häufig ändernder Nebenfahrwasser in
den Seekarten unter dem Gesichtspunkt der Produktion vorgetragen. Während
sich die als Folge des damaligen Beschlußes veranlaßten Vereinfachungen
in kleinmaßstäblichen Seekarten voll bewährt haben, hat sich doch gezeigt,
daß der Beschluß nur eine Teillösung war. Hach wie vor müssen jedoch sämt
liche Veränderungen an den meist unbedeutenden Hebenfahrwassern in Karten
größeren Maßstabs voll und ganz gebracht werden. Dies erforderte z.B. bei
der Karte D. 89 (Ostfriesische Inseln) innerhalb eines Jahres nicht weni
ger als 5 Deckblätter ohne die übrigen Berichtigungen. Das Problem bei
diesen Karten betrifft weniger die Darstellung als die Produktion. Vom
D.H.I. wurde die Auffassung vertreten und nach eingehender Diskussion auch
vom Ausschuß gebilligt, daß eine laufende Berichtigung der Angaben über
unbedeutende Fahrwasser nicht notwendig ist und Veränderungen nur jeweils
beim Neudruck der Karten vorgenommen werden sollten. Auf mögliche Abwei
chungen des Kartenbildes von den wirklichen Verhältnissen soll ein Warn
vermerk hinweisen. Dem Benutzer verbleibt die Möglichkeit, die Karte an
Hand der Nachrichten für Seefahrer selbst auf dem laufenden zu halten.
Der Ausschuß setzte die auf der 14. Sitzung am 15.10.1957 begonnene
Diskussion über die Auszeichnung freiwilliger Mitarbeiter fort. Er befür
wortete, die Auszeichnung durch Buchprämien beizubehalten, aber als Aner
kennung für besonders hervorragende und jahrelange Mitarbeit die frühere