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formation über neueingegangene Veröffentlichungen sehr interessiert sind. Als
Folge der so gewonnenen Erfahrungen verteilen wir die wöchentliche Dokumen
tationsliste (Liste mit den neu in die Dokumentation aufgenommenen Fachbei
trägen), die bisher in wenigen Exemplaren im Hause umlief, an diese Mitarbeiter.
Es ist aus organisatorischen Gründen nicht möglich, Karteikarten nach Interessen
profilen zu verteilen.
1969 wurde das DHI beauftragt, einen Index für die acht Bände der „International
Indian Ocean Expedition, Collected Reprints", von der UNESCO, zu erstellen.
Die Hydrographische Dokumentation hat die in den Collected Reprints zusammen
gefaßten Arbeiten nach der universellen Dezimalklassifikation sachlich aufge
schlüsselt. Die Programme für die Indexlisten und das Manuskript wurden im
Referat Redienanlage aufgestellt. Der Indexband erschien 1972.
Aus der Koordinierungsstelle Dokumentation Meerestechnik in Hannover ging
1972 der Verein Arbeitsgemeinschaft Information Meeresforschung und Meeres
technik e. V. (A.I.M.) hervor. Aufgabe der A.I.M. ist die Dokumentation meeres
technisch relevanter Arbeiten. Das DHI ist Mitglied dieses Vereins. Die Hydro
graphische Dokumentation beteiligt sich an der Literaturauswertung der 500 meist
technischen Zeitschriften und hat einige ozeanographische Periodika für die
Indexierung und Referierung von Arbeiten, die sich mit Seegang oder Meeres
technik befassen, übernommen.
Im Förderungsprogramm der Bundesregierung „Information und Dokumentation"
ist der Aufbau sogenannter Fachinformationsstellen vorgesehen. In ihnen sollen
die Informations- und Dokumentationsaktivitäten eines größeren Bereichs zusam
mengefaßt und aufeinander abgestimmt werden. So ist ein Fachinformations
system Geowissenschaften vorgesehen, das u. a. auch die Meeresforschung und
Meerestechnik enthalten soll, von dem unsere Hydrographische Dokumentation
ein Teilsystem darstellt.
Um die Hydrographische Dokumentation in ein Verbundnetz von maschinellen
Informations- und Dokumentationssystemen der meeresbezogenen Disziplinen in
tegrieren zu können, haben wir mit Hilfe einer finanziellen Anlaufförderung
durch das Institut für Dokumentationswesen und in Zusammenarbeit mit der
A.I.M. die Umstellung der Hydrographischen Dokumentation auf maschinelle
Datenerfassung (optische Beleglesung, Speichern auf Magnetband, Schreiben der
Druckvorlagen vom Computer) so weit vorbereitet, daß sie 1974 erfolgen kann.
4. Deutsche Hydrographische Zeitschrift (DHZ)
In den beiden Berichtsjahren erschienen insgesamt 11 Hefte, und zwar das Heft 6
vom Jahrgang 24/1971, die Hefte 1 bis 6 vom Jahrgang 25/1972 und die Hefte 1 bis
4 vom Jahrgang 26/1973.
Die Reihe A der Ergänzungshefte zur Deutschen Hydrographischen Zeitschrift
wurde weitergeführt mit einer Arbeit aus dem Gebiet der Seeseismik (Nr. 11:
Kayihan Arie, Der Krustenaufbau und die Tiefenstruktur des Reykjanes-Rückens,
südwestlich von Island, nach reflexionsseismischen Messungen) und mit der Ver
öffentlichung über das internationale Seegangsmeßprojekt JONSWAP aus den
Jahren 1968 und 1969 westlich von Sylt, an dem das DHI wesentlich beteilgt