Zentralabteilung
89
Am 22. 6. wurde die 25 Jahre alte ..Atair" an das „Royal Institute of Technology“ in
Stockholm übergeben und in „Altair“ umbenannt.
Das neue Mehrzweckschiff VWFS „Atair“ wurde am 24. April von Frau Herta
Dollinger, der Gattin des ehemaligen Bundesminister für Verkehr, in Rendsburg
getauft. Die im Juni in der Kieler Bucht und im Skagerrak durchgeführten Erpro
bungsfahrten verliefen erfolgreich. Die vorläufige Abnahme fand am 2. Juli in
Rendsburg statt. Die Übergabe, Übernahme und endgültige Abnahme des Schiffes
erfolgten am 9. Juli, In Dienst gestellt wurde die neue „Atair“ am 3. August.
2.4.3.2 Einsatz der Schiffe
Auf 14 Fahrten des FS „Gauß“ in Nord- und Ostsee und Nordatlantik fanden
Untersuchungen und Überwachungen statt:
1. Meereskunde:
- Bewegungsvorgänge (Strömungen)
- Vermischung (Frontenuntersuchungen)
- Erdmagnetische Messungen (z. B. Wracklokalisierung)
- Chemie des Meerwassers (Nährstoff- und Sauerstoffgehalt,
Schwermetalle und Radioaktivität)
- Physikalische Meerwassereigenschaften (Trübungsmessungen)
- Organische Schadstoffe im Meer (z, B. chlorierte Kohlenwasserstoffe und Erdöl)
- Sedimentgeologie (Ablagerungen)
- Biologie (ZISCH-Experiment)
2. Technik:
- Baumusterprüfungen von nautisch-technischen Anlagen, Instrumenten,
Hyperbel-, Satelliten- und integrierten Navigationsanlagen gemäß
Schiffssicherheitsverordnung
- Erprobungen von Geräten für die Meerestechnik
Hierbei wurden 33 356 sm zurückgelegt.
Das VFS „Komet“ arbeitete in der Nordsee. Äußer den Vermessungsarbeiten fan
den eine Fahrt zur Wartung der Nordseeboje II und eine Fahrt für Baumusterprü
fungen statt.
Das VS „Süderoog“ vermaß im Küstenbereich der Nord- und Ostsee laut Vermes
sungsplan. Außerdem wurden kurzfristig Fahrten zur Großtonne Fehmarnbelt
und zum Leuchtturm Kiel unternommen. Eine von der Bundespost geplante
Dükertrasse durch die Elbe zwischen Blankenese und Cranz wurde magnetisch
abgesucht.
Die VWS ,Wega“ wurde für Wracksucharbeiten und zur Überprüfung und Ab
nahme der im Vermessungsplan 1987 vermerkten Wracks in Nord- und Ostsee
eingesetzt. Außerdem fuhr das Schiff zu notwendigen Instandsetzungen und Kon
trollen an den elektronischen Geräten zum Leuchtturm Kiel und zur Großtonne
Fehmarnbelt. Strömungsmeßgeräte wurden im Fehmarnbelt ausgelegt.