Technische Schiffssicherheit
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Die Kursgebereinheiten dieser Kompaßanlagen müssen nicht im Ruderhaus aufge
stellt werden, für ihre Montage läßt sich ein magnetisch günstiger Platz wesentlich
leichter finden.
Elektronische Magnetkompasse benötigen zur Funktion eine elektrische Span
nungsversorgung, Bei einem Ausfall des Bordnetzes stehen der Schiffsführung
keine Kursinformationen zur Verfügung. Bei Binnenschiffen kann vorausgesetzt
werden, daß die Zeit zwischen einem Netzausfall und dem Erreichen eines Hafens
durch den Einsatz einer Notbatterie überbrückt werden kann. Daher werden
elektronische Magnetkompasse für Binnenschiffe zugelassen. In der Seeschiffahrt
können diese Kompasse nicht eingesetzt werden.
2.3.2.5 TRANSIT-Navigationsaniage
Meldungen aus der Schiffahrt und Industrie über Störungen im Satelliten-Naviga-
tionsverfahren TRANSIT waren der Anlaß für eine Untersuchung zum aktuellen
Stand des Verfahrens.
Auf den normalen Nachrichtenwegen der Schiffahrt (z. B. NfS) wurden keine Infor
mationen verbreitet, die zur Erklärung herangezogen werden konnten. Deshalb
wurde der TRANSIT-Referenzempfänger mit der extern angeschlossenen Rechen
anlage eingesetzt. Die Aufzeichnung der Datentelegramme der empfangenen Tran
sitsatelliten und die Datenauswertung ergaben, daß ein Satellitenneustart erfolgt
war und mit diesem Satelliten experimentiert wurde. Da während der Experimen
tierphase mit teilweise unvollständigen Datentelegrammen gearbeitet wurde,
konnten die üblichen Satelliten-Navigationsanlagen nur eine Störung erkennen.
2.3.2.6 Das Seenotfunksystem der Zukunft
Die Internationale Seeschiffahrts-Organisation (IMO) hat die Einführung des See
notfunksystems der Zukunft (GMDSS) weiter vorbereitet. Die Hauptaufgabe war
der Entwurf für ein neues Kapitel IV des Internationalen Übereinkommens von
1974 zum Schutz des menschlichen Lebens auf See. Weil dieses Kapitel auch die
Pflichtausrüstung der Schiffe im zukünftigen System regelt, war die Einbindung
des Satelliten-Seenotfunkbakensystems DRCS, das in Deutschland entwickelt wor
den ist, von besonderer Bedeutung. Zur Unterstützung einer internationalen Ent
scheidung wurde eine präoperationeile Demonstration mit 11 Baken des DRCS
durchgeführt., an der sich auch ausländische Schiffe beteiligten. Die sehr guten
Ergebnisse dieser Demonstration entsprachen den Erwartungen.
Bei den Sitzungen des Beratenden Ausschusses für technische Und betriebliche
Angelegenheiten des Rates der Internationalen Seefunk-Satelliten-Organisation
(INMARSAT) wurden die Belange der Einbindung derjenigen Seenot- und Sicher
heitsfunkdienste, die im INMARSAT-System möglich sind, in das GMDSS mit beson
derem Nachdruck betrieben. Hierzu gehörten die Satelliten-Seenotfunkbaken, die
Alarmierung und der Seenotfunkverkehr über die normalen Schiffserdfunkstellen
und der neue Gruppenrufdienst (Enhanced Group Call, EGC). Über EGC sollen
meteorologische und navigatorische Warnungen und Seenotalarme in der Rich
tung vom Land zur See ausgestrahlt werden.
Bei der Funkverwaltungskonferenz für den beweglichen Funkdienst (WARC-MOB)
der Internationalen Fernmeldeunion (ITU) in Genf wurde die Arbeitsgruppe für
ein neues Kapitel über die betrieblichen Aspekte des GMDSS mit Erfolg geleitet.
Durch diese Konferenz ist die Vorbereitung des GMDSS auf der Seite der ITU
soweit abgeschlossen, daß die IMO über genaue Einführungszeiträume beschlie
ßen kann.
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