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Full text: Jahresbericht 1987

Technische ScMffssicherheit 
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Um Grundlagen für die Baumusterprüfung und -Zulassung der neuen Lichtquellen 
in Pos-Laternen zu erhalten, wurden erste Muster der vorgesehenen Halogenglüh 
lampen und NL-Lampen (Betrieb mit Kleinspannung) im licht- und farbmeßtechni- 
schen Labor des DHI untersucht. 
Es bestätigte sich schon bald, daß die Meßergebnisse von Untersuchungen an 
freibrennenden Lichtquellen keine Aussagen über das Laterne-Lichtquelle-System 
zulassen. 
Die Untersuchungen wurden an kompletten Musterlaternen weitergeführt. 
Neue Lichtquellen und Pos-Laternen sollen gegenüber bereits zugelassenen Gerä 
ten keine schlechteren Eigenschaften aufweisen. Aus diesem Grunde müssen Un- 
tersuchungsergebnisse an neuen Lichtquellen mit den Leistungen der Schipo- 
Lampe verglichen werden. 
Allerdings ist die Bauweise der Halogenglühlampe für eine gleichmäßige Lichtab- 
strahlung in der Horizontalebene nicht geeignet. Diese Bauweise führt zu großen 
Abschattungen der Wendel durch deren Halterung und dadurch zu starken Licht 
stärkeeinbrüchen über Horizontalbereiche von 30° bis 60°. 
Ein Herabsetzen der Betriebsspannung führt zur Verminderung der üreimstun- 
denzahl. 
Bei NL-Lampen haben einige Umweltprüfungen an Pos-Laternen hei der Baumu 
sterprüfung direkte Auswirkungen auf die Lichtabgabe, die Farbe des Lichtes und 
die Zündwilligkeit im Kleinspannungs-Hochfrequenzbetrieb ergeben. Temperatur 
veränderungen im Zusammenhang mit Erschütterungen beeinflussen Licht, Farbe 
und Zündzeit. Außerdem ist von Bedeutung, ob die Nl-Lampe/Pos-Laterne im 
betriebswarmen Zustand oder kalt, heruntergekühlt oder beiß eingeschaltet wird. 
Wegen der Üntersuchungsergebnisse hat der Pos-Laternenhersteller bei den Mu 
sterlaternen Farbfilter, Fassung, Lampe und Elektronik verändert. 
Die ersten längeren Untersuchungen an dem verbesserten Laternensystem erga 
ben bei Raumtemperatur, 100 Stunden lang eingebrannten und eine Stunde lang 
vorbetriebenen NL-Lampen bei konstanter Betriebsspannung keine Veränderung 
der Lichtstärke und der Farbe des abgestrahlten Lichtes bei gleichzeitigen Drehbe 
wegungen und Neigungen bis zu ± 30°. 
Einschaltversuche zeigten, daß die eingebrannten, aber kalten NL-Lampen inner 
halb einer Sekunde nach Anlegen der vollen Betriebsspannung gezündet waren 
und Licht erzeugten. Nach einer sehr kurzen Stabilisieruügsphase wurde inner 
halb von 2 bis 3 Minuten ein Maximum der Lichtabgabe erreicht. Mit steigender 
Erwärmung der Pos-Laterne sank die Lichtstärke auf den Dauerbetriebswert ab. 
Die bisherigen Prüfungen haben gezeigt, daß für jede der neuen Lichtquellen neue 
Pos-Laternen entwickelt werden müssen, wenn sie zum Einsatz kommen sollen. 
Ein Austausch der neuen Lichtquellen gegen die bisher verwendeten Schipo-Lam- 
pen in zugelassenen Pos-Laternen ist nicht möglich. 
2.3.2,2 Kreiselkömpaßprüfung 
Zur Baumusterprüfung von Kreiselkompaßanlagen ist ein Schaukeltisch entwic 
kelt und: gebaut worden. Umfangreiche Programme ermöglichen es, eine Vielzahl 
von Bewegungen reproduzierbar auszuführen. Damit kann nahezu jede Bewe 
gung, die an Bord von Schiffen vorkommt, hinsichtlich ihrer Periodendauer und 
Phasenverschiehungswinkel nachvollzogen werden. Das gilt In begrenztem Um 
fang auch für Roll- und Stampfbewegungen. 
Die zur Registrierung der Bewegungen erforderliche Meßwerterfassungsanlage 
wurde entsprechend angepaßt.
	        
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