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Volltext : Jahresbericht 1987

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42.  Jahresbericht  Deutsches  Hydrographisches  Institut  1987

Meßnetz:
Der  Betrieb  der  Meßstation  Leuchtturm  Kiel  wurde  ohne  wesentliche  Störungen
fortgesetzt.  Wegen  des  Totalverlustes  der  Meßkette  durch  Eisgang  konnten  die
Messungen  auf  der  Großtonne  Fehmarnbelt  erst  nach  einjähriger  Unterbrechung
im  April  wieder  fortgesetzt  werden.  Die  Tonne  konnte  von  der  WSV  nicht  rechtzeitig ­
  genug  eingeholt  werden.  Wegen  der  zurückliegenden  Beeinträchtigungen  des
Meßbetriebes  durch  Verwendung  von  Ankerketten  wurde  erstmalig  auf  Vorschlag
des  DHI,  das  über  einschlägige  Erfahrungen  durch  die  Nordseeboje  II  (NSB  II)
verfügt,  ein  Bayer-Atlas-Kunststoffseil  für  die  Verankerung  der  Großtönne  -  erstmalig ­
  für  ein  Seezeichen  überhaupt  -  verwendet.  Der  Versuch  ist  bisher  positiv
verlaufen  und  ermöglicht  den  ungestörten  Einsatz  einer  Meßkette  bis  in  Bodennähe. ­

Die  NSB  II  wurde  nach  einigen  Wochen  sporadischen  Meßbetriebs  im  November
nach  Hamburg  verholt.  Die  Reparatur  der  1986  aufgetretenen  Störungen  in  der
Treibstofiversorgung  und  des  Havarieschadens  waren  auf  See  aus  Wettergründen
und  wegen  fehlender  Schiffskapazität  nicht  möglich.
Auch  nach  über  drei  Jahren  Auslegezeit  sind  keine  Schäden  an  der  Sensorkette
und  der  Verankerung  mit  Kunststoffseilen  aufgetreten.
Die  Daten  mußten  weiterhin  über  den  Satelliten  GOES  IV  übertragen  werden,  Weil
der  Start  eines  neuen  METEOSAT  auf  das  Frühjahr  1988  verschoben  werden
mußte.
Für  den  ab  Frühjahr  1988  vorgesehenen  Meßbetrieb  auf  den  Positionen  „Deutsche
Bucht“  und  „Elbe  1“  wurden  zwei  unbemannte  Feuerschffe  (UFS)  mit  Meß-  und
Übertragungsanlagen  ausgerüstet.  Mit  den  Vorbereitungen  zur  Ausrüstung  eines
dritten  UFS  für  den  Meßbetrieb  auf  der  Position  „TW  Ems“  wurde  begonnen.
Im  Meßprogramm  „Ships  of  Opportunity“  wurden  auf  den  Schiffen  „Peter  Pan“
und  „Eberhard  Essberger"  neuentwickelte,  laborerprobte  Temperaturmeßgeräte
installiert  und  in  Betrieb  genommen.

2.2.4.3  Aujbereitung  meeresphysikalischer  Forschungsdaten

Allgemeine  Arbeiten:
Es  wurden  folgende  Datensätze  routinemäßig  aufbereitet  und  den  Benutzern  für
die  wissenschaftliche  Auswertung  zur  Verfügung  gestellt:

Strommessungen

105

Hochseepegelmessungen

7

Trübungsmesser

3

Thermistorketten

5

hydrographische  Serien

203

XBT-Profile

205

CTD-Profile

438

Vergleichswerte  für  CTD-Systeme

5256

Der  intensive  Einsatz  der  CTD-Systeme,  die  durch  die  technische  Entwicklung  in
der  Lage  sind,  immer  größere  Datenmengen  mit  verbesserter  Genauigkeit  zu
erzeugen,  führte  zu  beträchtlichen  Verzögerungen  bei  der  Bearbeitung.  Durch
Umstrukturierung  vorhandener  Aufbereitungssoftware  und  neue  Programmiertechniken ­
  wurde  versucht,  den  Datendurchsatz  bei  verbesserter  Qualität  zu  erhöhen. ­

            
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