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Full text: Jahresbericht 1987

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42, Jahresbericht Deutsches Hydrographisches Institut 1987 
auch auf dem vom DHI kontrollierten Verbrennungsschiff. Alle zur Überwachung 
des Einbringungs- und Verbrennungsvorganges notwendigen Daten werden auf 
einer der Besatzung nicht zugänglichen Magnetbandkassette gespeichert und im 
DHI ausgewertet. 
Tätigkeiten in den wissenschaftlich-technischen Arbeitsgruppen des Oslo- und 
London-Übereinkommens wurden fortgesetzt. Diese Arbeitsgruppen haben die 
Aufgabe, die Kommissionen der beiden Meeresschutz-Übereinkommen in wissen 
schaftlich-technischen Fragen hinsichtlich der Einbringung und Verbrennung von 
Abfallstoffen zu beraten. 
In der Öffentlichkeit bestand wie in den Vorjahren ein großes Interesse an der 
Abfallbeseitigung auf Hoher See, so daß eine Vielzahl von Anfragen zu bearbeiten 
war. 
2.2.4 Meereskundliche Querschnittsaufgaben 
2.2.4.1 Koordinierung der biologischen Überwachung, 
allgemeine Abteilungsangelegenheiten 
Das Institut für Meereskunde an der Universität Kiel führte weiterhin die biologi 
sche Überwachung der Ostsee nach der zweiten Stufe des Baltic Monitoring Pro 
gramme aus. Die gemessenen biologischen Daten und die zugehörigen Werte der 
physikalischen und chemischen Begleitparameter wurden dem DHI übergeben, 
hier in die Meeresumweltdatenbank (MUDAB) aufgenommen und an die Kommis 
sion des Helsinki-Übereinkommens weitergeleitet. Für Messungen zur biologi 
schen Überwachung von Fischen und Fischnährtieren in der Ostsee ist die Bundes 
forschungsanstalt für Fischerei (BFA) zuständig. Das DHI als Koordinator hat mit 
der BFA Gespräche geführt, um zu sichern, daß diese Überwachung weiterhin 
durchgeführt wird. 
Die zweite Stufe des Baltic Monitoring Programme soll auch auf die Überwachung 
von Radioaktivität in Organismen ausgeweitet werden. Auch hier wurden Koordi 
nierungsaufgaben wahrgenommen und mit der BFA Gespräche geführt, die die 
notwendigen Messungen und Auswertungen übernehmen wird. 
Die Joint Monitoring Group (JMG) der Kommissionen der Übereinkommen von 
Oslo und Paris bemüht sich um die Aufstellung eines internationalen Programms 
zum biologischen Monitoring der Nordsee. Das DHI erarbeitete zwei Papiere (Ver 
zeichnis von Techniken mit Bezug zu einem Monitoring biologischer Effekte; Bioas- 
says und Techniken mit Bezug zu einem Monitoring biologischer Effekte), die als 
Beiträge der Bundesrepublik Deutschland in Sitzungen der JMG eingebracht wur 
den. 
Im Rahmen seiner Koordinierungsaufgaben zum biologischen Monitoring nahm 
das DHI auch an Arbeitsgruppensitzungen zu dem vom UBA geförderten FuE-Vor 
haben „Fischkrankheiten im Wattenmeer“ teil und steHte Kontakte zu den Watten 
meerforschungsprogrammen des GKSS-Forschungszentrums Geesthacht her. 
Das DHI wirkte an der Diskussion um die Ausweitung des „Bund/Länder-Meßpro- 
gramms für die Küstengewässer der Nordsee“ zu einem „Meßprogramm Nordsee“ 
mit und legte einen Vorschlag zur Herausgabe der Berichtsreihen dieses Pro 
gramms vor. 
Für den turnusgemäßen „Dritten dreijährigen Bericht“ der Bundesrepublik 
Deutschland an die Kommission der Europäischen Gemeinschaften zur „Richtlinie 
über die Verhütung und schrittweise Verringerung der Verschmutzung aus der 
Titandioxid-Produktion“ wurde ein Beitrag geliefert.
	        
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