Meereskunde
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2.2,3.5 Stoffeinträge in das Meer
Nach dem „Gesetz zu den Übereinkommen vom 15. Februar 1972 und vom
29. Dezember 1972 zur Verhütung der Meeresverschmutzung durch das Einbrin
gen von Abfällen durch Schiffe und Luftfahrzeuge“ ist die Einbringung und Ver
brennung von Abfallstoffen in der Hohen See erlaubnispflichtig. Wissenschaftlich-
technische Arbeiten für das Erlaubnisverfahren hatten zum Ziel, mögliche Beein
trächtigungen der marinen Umwelt zu verhindern und Schadstofffrachten, die zu
einem verhältnismäßig kleinen Anteil auch durch Einbringung und Verbrennung
in die Nordsee eingetragen werden, zu verringern.
Übersicht über die mit Erlaubnis des DHI 1987 auf Hoher See beseitigten Abfall
stoffmengen (Angabe in Tonnen):
a) Einbringen von Abfallstoffen aus der Herstellung von Titandioxid („Dünnsäure“)
Menge Gebiet Nr.
246 500 1
446 909 1
369 771 2
1 063 180
b) Hochtemperaturverbrennung von Abfallstoffen (chlorierte Kohlenwasserstoffe)
Gesamtmenge deutscher Anteil ausländischer Anteil
40 339 24 856 15 483
Gebiet Nr. 3.
Beseitigungsgebiete
1: 52 27'30" \ 03°07'30" E
52° 15' 00" N 03° 45'00" E
52° 08' 00" N 03° 35' 00" E
52° 16'00" N 02° 59' 00" E
2: 54° 20' N 07° 35'00" E
54° 20' N 07° 42' 30" E
54° 25' N 07° 35 ' 00" E
54 25'N 07°42'30" E
3 : Ein kreisförmiges Gebiet mit einem Radius von 15 sm um den Mittelpunkt
54° 17,5' N 03' 45' H.
Durch Umstellung auf andere Produktionsverfahren und das Wiedereinsetzen von
aufkonzentrierter Dünnsäure in den Produktionsprozeß wird die Einbringung von
Äbfallstoffen aus der Titandioxid-Herstellung weiter reduziert und spätestens
1989 eingestellt werden.
Die Hochtemperaturverbrennung von Abfallstoffen auf Verbrennungsschiffen auf
Hoher See ist nach wie vor durch die noch immer unzureichenden Beseitigungska
pazitäten an Land erforderlich, um die anfallenden Abfallstoffe in geeigneter
Weise kontrolliert zu vernichten.
Die Zusammensetzung der Abfallstoffe und der Einbringungs- und Verbrennungs
vorgang wurden kontrolliert. Die Überwachung des Embringungsvorganges ge
schieht zum überwiegenden Teil mit Hilfe von automatisch aufzeichnenden Daten-
erfassungssystemeu („Datalogger“). Ein entsprechender Datalogger befindet sich